Die fantastischen Vier / Pflanzbeet ist erst der Anfang

Rats-AG will Lauenbrück attraktiver machen

Beim Ortstermin am neuen Pflanzbeet nur zu dritt: Monika Freitag (v.l.), Karin Stabbert-Flägel und Anja Oppermann. Es fehlt Klaus Intelmann, der Hahn im Korb in der Rats-AG Natur und Umwelt.
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Beim Ortstermin am neuen Pflanzbeet nur zu dritt: Monika Freitag (v.l.), Karin Stabbert-Flägel und Anja Oppermann. Es fehlt Klaus Intelmann, der Hahn im Korb in der Rats-AG Natur und Umwelt.

Lauenbrück – Anpacken statt rumschnacken – das haben sich Anja Oppermann, Karin Stabbert-Flägel, Monika Freitag und Klaus Intelmann, alle sitzen sie im Lauenbrücker Gemeinderat, auf die Fahne geschrieben. Die Mission des Quartetts: Das Ortsbild soll Stück für Stück attraktiver werden – und das unter ökologisch sinnvollen Gesichtspunkten. „Einiges haben wir schon gemacht“, sagt SPD-Frau Oppermann, vieles stünde noch auf der Agenda. Als bei der Gemeinde verankerte AG Natur und Umwelt gehen die Vier zu Werke – mit Verwaltungsmitarbeiter Meik Drews als verlängertem Arm.

Ende 2019 gegründet, habe man vor einem Jahr erstmals die Köpfe zusammengesteckt. „Dabei mussten wir überhaupt erstmal unsere Ziele abstecken, was wir alles machen wollen“, erinnert sich Oppermann. 15 Punkte sei die Liste am Ende lang gewesen. Einiges, sagt sie, gehe über den eigentlichen Arbeitsschwerpunkt sogar noch hinaus, darunter eine Neugestaltung der nicht mehr ganz so attraktiven Gemeinde-Homepage. „Wir sind auf jeden Fall die aktivste Gruppe“, betont die Ratsfrau. Tatsächlich, ergänzt Monika Freitag (Grüne), seien mittlerweile mehrere Arbeitsgruppen mit politischer Beteiligung unterwegs, die ganz unterschiedliche Themenfelder beackern würden. „Wir hatten mal im Rat eine interfraktionelle Sitzung, in der es darum ging, eine Strategie für die Gemeinde zu entwickeln, wo wir eigentlich mal hin wollen“, klärt sie auf. Daraus seien schließlich die AGs entstanden.

Erst im Dezember, berichten die Frauen, habe man die Ärmel – ganz coronakonform in Zweier-Teams – wieder hochgekrempelt: Mit Unterstützung des Bauhofs entstand am Brink ein großflächiges Beet mit insektenfreundlichen Heidepflanzen. Ganz fertig sei dies noch nicht, erklärt Oppermann: „Da kommen noch ein paar Findlinge rein, um den Heidecharakter hervorzuheben.“ Eine weitere Maßnahme, hinter der die Arbeitsgemeinschaft derweil schon einen Haken setzen kann: An acht Standorten wurden entlang der Wanderwege neue Sitzbänke aufgestellt, unter anderem beim Hochwasserschutzdamm und am Ende des Schwarzen Wegs. „Die sind auch schon sehr gut angenommen worden“, freuen sich die Verantwortlichen, die sich seit dem ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr fast ausschließlich über Online-Videokonferenzen ausgetauscht hätten. Für Karin Stabbert-Flägel (SPD) sei diese Art der Kommunikation anfangs noch absolutes Neuland gewesen. „Es war echt spannend, zu lernen, wie das funktioniert – und es klappt super, wir haben mit Blick auf die Planung viel geschafft.“

Und das betrifft eben auch die überarbeitete Lauenbrücker Homepage, die spätestens im zweiten Jahresquartal mit altem und neuem Content und einer übersichtlicheren Strukturierung an den Start gehen soll. „Ob Tourismus, Gastronomie, Gewerbebetriebe, Kitas, Schulen oder Vereinsleben – unser Dorf hat schon jede Menge zu bieten“, konstatiert Monika Freitag, die sich für den neuen Auftritt die Ortsgeschichte vorgenommen habe. Über eine solche Vielfalt sei sie während der Aufarbeitung nicht weniger als überrascht gewesen, meint Karin Stabbert-Flägel. „Wir haben hier allein rund 20 Vereine – das ist für einen so kleinen Ort unglaublich.“

Unglaublich, aber wahr, sind auch die Projekte, die sich die AG noch auf die To-do-Liste gesetzt hat. Neben weiteren Verschönerungsmaßnahmen, beispielsweise an den Ortseingängen und am Bahnhof, denkt die Gruppe auch schon über das Thema E-Ladesäulen nach. „Bis es mit dem Wahlkampf für die Kommunalwahl losgeht, werden wir sicher noch einiges bewegen können“, ist Monika Freitag überzeugt.

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