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Schwere Technik im Finteler Freibad: Schwallwasserbehälter landet im Erdreich

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Von: Judith Tausendfreund

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Ganz schön aufwendig: Um den Schwallwasserbehälter, in dem das überlaufende Wasser aus den Schwimmbecken gesammelt wird, in die Erde zu bringen, musste das Grundwasser abgesenkt werden.
Ganz schön aufwendig: Um den Schwallwasserbehälter, in dem das überlaufende Wasser aus den Schwimmbecken gesammelt wird, in die Erde zu bringen, musste das Grundwasser abgesenkt werden. © Tausendfreund

Fintel – Mit großen Schritten geht es voran in Sachen Freibadsanierung in Fintel. So wurde am Dienstagmorgen etwa der Schwallwasserbehälter mit angeschlossener Pumpenkammer unter die Erde gebracht. Der Auffangbehälter fasst 55 000 Kubikmeter. Entsprechend musste ein Kran dafür sorgen, dass er in das zuvor gegrabene Erdloch eingelassen werden konnte.

„Die angeschlossene Pumpenleistung muss später je nach der Anzahl der Besuchermengen arbeiten“, berichtet Michaela Bosse. Die Meisterin für Bäderbetriebe ist in Fintel Betriebsleiterin und begleitete den beeindruckenden weiteren Arbeitsschritt auf der Baustelle.

Die beiden Elemente, der Behälter und die Pumpenkammer, werden später, wenn das Bad wieder in Betrieb ist, die Wasserhydraulik sicherstellen. Dabei wird das Wasser, welches am Beckenrand überläuft, unterirdisch gesammelt. „Mit einem Pufferspeicher wird dabei zugleich das Wasserniveau reguliert“, erläutert Bosse. Um den riesigen Behälter vor Ort zu installieren, musste eine vier Meter tiefe Grube gegraben werden. Auch war das Grundwasser abzusenken – der Aufwand für diesen Bauabschnitt gestaltete sich also enorm. Der Auffangbehälter wurde dann mit Wasser gefüllt, um gegen den Auftrieb gesichert zu werden. Erst anschließend konnte die Grundwasserabsenkung wieder abgestellt werden. „Diese einzelnen Schritte mussten gut geplant und zügig umgesetzt werden“, weiß die Badleiterin. „Und das hat alles heute gut funktioniert“, zeigt sie sich zufrieden.

Der weitere Baufortschritt hängt vom Wetter ab.

Badleiterin Michaela Bosse

Das Freibad werde in jedem Fall in diesem Jahr öffnen. „Der weitere Baufortschritt hängt aber vom Wetter ab“, betont Bosse. Sollte es noch einmal zu Frost kommen, würde es Verzögerungen geben. Bleibt der Winter mild, könne weiter gearbeitet werden. Die Rohrleitungsarbeiten seien in vier Wochen abgeschlossen. Aber die Fliesen am Becken müssten noch erneuert werden. „Das ist ja ein Teil der Arbeiten, der eigentlich nicht geplant war“, führt sie aus. In der Tat wussten die Finteler bei Beginn der Badsanierung nicht, dass dieser Bereich erneuert werden muss. „Die Fertigstellung der Fliesen ist jetzt aber ausschlaggebend, damit wir öffnen können.“

Auch Sabine Elter, Vorsitzende des Fördervereins, begleitete den großen Moment. „Wir freuen uns natürlich sehr, wenn es endlich losgeht“, sagt sie. Ihr Verein habe noch einige weitere Anschaffungen geplant. Zweckgebunden gesammelt worden seien zum Beispiel schon Gelder für Trainingsuhren, die noch installiert werden müssten. Auch das Kinderbecken soll noch verschönert werden. „Wir haben bereits einige Ideen“, so Elter. Allerdings sei es momentan nicht möglich, wirklich in die Umsetzung zu gehen. Denn um die Ideen anzugehen, müssten diese vom Verein beschlossen werden. „Wir würden gerne eine Jahreshauptversammlung einberufen, um die Beschlüsse zu fassen“, so die Vorsitzende. Aber aufgrund der hohen Inzidenzzahlen sei das aktuell nicht möglich. „Gerade unseren älteren Mitgliedern können wir das nicht zumuten“, erklärt sie. Ein erstes Datum war schon geplant und wurde abgesagt – jetzt heißt es abwarten. Elter: „Wir wissen aber, dass es noch viele kleinere Arbeiten gibt, die anstehen.“ Das seien Gartenarbeiten, kleine Betonarbeiten, ein bisschen Streichen und Ähnliches. „Da hoffen wir auf die Mithilfe der Vereinsmitglieder“, erläutert sie mit Blick auf die dann hoffentlich stattfindende Öffnung des Bads.

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