Damit die Gemeinde nicht draufzahlt

Neues Wohngebiet „Brunskamp“: Vahlder Rat will mit Endausbau warten

Am Vahlder Freidhofsweg entsteht ein kleines Baugebiet mit 17 Grundstücken.
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Am Vahlder Freidhofsweg entsteht ein kleines Baugebiet mit 17 Grundstücken.

Vahlde – Jetzt soll‘s schnell gehen mit dem Neubaugebiet „Brunskamp“ in Vahlde: Obwohl das Genehmigungsverfahren für den B-Plan noch nicht ganz beendet ist, will die Gemeinde kurzfristig das Gewerbe für die Erschließungsarbeiten ausschreiben. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Rat bei der Sitzung am Mittwochabend einstimmig. „Wir wollen möglichst zügig vorankommen“, erklärte Bürgermeister Jürgen Rademacher (CDU), „jetzt ist noch ein guter Zeitpunkt, die Ausschreibung loszuschicken.

“ So könnten schon im Herbst am Ortsrand, südlich des Friedhofwegs, die ersten von 17 Grundstücken auf dem 1,6 Hektar großen Areal – aktuell noch eine landwirtschaftliche Fläche – bebaut werden. Maximal, so Rademacher, sollen zunächst aber nur fünf Bauplätze in den Verkauf gehen, um so die Erschließung finanzieren zu können. Und die, bemerkte er, sei mit mehr als 300 000 Euro, die seine Gemeinde in die Hand nehmen müsste, wahrlich kein Pappenstiel: „Zusammen mit den Ausgaben für den Grunderwerb geben wir so allein schon fast acht Bauplätze weg.“ Und damit sei das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: Was die örtliche Abwasserentsorgung betrifft, habe Vahlde die zwar nur vorzufinanzieren, weil „die Kosten von der Samtgemeinde erstattet werden“, anders sehe es aber beim Regenwasserkanal aus – den müsse die Gemeinde zur Hälfte mitfinanzieren. „Aber es nützt nicht: Wir wollen wachsen und unseren Leuten hier einen Bauplatz anbieten“, verdeutlichte der Bürgermeister.

Versorger müssen Straße nutzen

Einen Punkt, den die Ratsmitglieder in diesem Zusammenhang diskutierten: Ein Endausbau der noch zu schaffenden Baustraße, dann mit Pflaster, ist Stand jetzt noch nicht in der Planung vorgesehen. „Die Versorger müssten später ja immer den Baukörper nutzen – und ob die den später wieder herstellen, ist fraglich“, gab Rademacher zu bedenken. Dieser Vorgehensweise wollte Michael Sablotzke (SPD) zunächst aber widersprechen: „Man weiß ja nicht, wann wir die anderen Plätze verkaufen – wenn das wieder fünf, sechs Jahre dauert, quaken die Grundstückseigentümer wegen einer Staubentwicklung.“ Wenn die Zulieferer das Pflaster kaputt fahren, müsse es auch wieder repariert werden, äußerte sich der Ratsherr. „In Schneverdingen war das auch so, da ist das gleich ausgebaut worden.“

Die Lage im Blick behalten

Dass man erst gar nicht fünf oder sechs Jahre abwarten müsse, darauf verwies Sven Maier von der Samtgemeindeverwaltung: „In der Regel macht man den Endausbau dann, wenn ein bestimmter Prozentsatz fertig ist.“ So könnte man durchaus auch schon nach zwei, drei Jahren, wenn man sieht, dass bereits ein Großteil der Bauplätze verkauft ist, mit der Maßnahme beginnen. „Macht man es jetzt, gibt man das Geld nachher wieder aus.“ Diesem Vorschlag konnte der Rat dann durchaus auch etwas abgewinnen. „Irgendwie könnten wir uns den Totalausbau auch gar nicht leisten, dann bleibt es halt zunächst eine bessere Baustraße“, so Rademacher. „Nächstes Jahr sowieso kein Totalausbau“, so Maier. „Aber in den folgenden Jahren kommt ja auch wieder ein bisschen Geld rein.“

Was die Straßenbeleuchtung für den „Brunskamp“ betrifft, soll auch die erst später angegangen werden. 15 000 Euro sind dafür im Gemeindehaushalt angesetzt. „Die können wir 2022 machen“, erklärte der Bürgermeister, „es gibt eine Verpflichtungsermächtigung..“

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