„Bufdi“ Maxie Labrenz bastelt mit großen und kleinen Vahlder Kindern

Ein Stern aus Brötchentüten mit „Tadaaa“-Effekt

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Für die Fintelerin Maxie Labrenz dient das Jahr nach der Schule der beruflichen Findung.

Vahlde - Von Ulla Heyne. Sind alle Platzdecken mit den richtigen Farben am richtigen Platz? Die Streithähne auseinander gesetzt? Ist noch Zahnpaste auf den Bürsten? Über Langeweile kann sich Maxine Labrenz nicht beklagen. Die Fintelerin absolviert ihr „Überbrückungsjahr“ im Bundesfreiwilligendienst im Regenbogenkindergarten Vahlde.

In der beschaulichen Einrichtung für die ganz Kleinen bis zu denen, die kurz vor der Einschulung stehen, wurde die 18-Jährige mit offenen Armen empfangen: „Wenn man ankommt, ist man praktisch sofort mittendrin im Spiel“, hat die Absolventin der KGS Schneverdingen festgestellt.

Um 7.30 Uhr beginnt für sie der Dienst. Ist der Tisch gedeckt, kommen auch schon die ersten Kinder an. Beim Morgenkreis um 9 Uhr sitzt sie zwischen den Jüngsten, sorgt für Disziplin und hilft bei den festen Ritualen: Das Heraussuchen der richtigen Zahl beim Datum auf dem Kalender ist ebenso wichtig wie das Händewaschen und die „Sechserbande“ ihrer „Schulis“ – der von ihr betreuten Vorschüler – weiß ganz genau: „Geschummelt wird nicht.“

Dabei sind Maxine Labrenz‘ Aufgaben so vielfältig und bunt wie die Anforderungen und Bedürfnisse, die ein altersübergreifender Kindergarten mit ein- bis sechsjährigen Kindern mit sich bringt. Da sei es gut, auch einmal differenzieren zu können.

Die Spezialität der Fintelerin: Das Basteln. Die Idee zur Brötchentüte mit dem „Tadaaa!“-Effekt, wenn sich beim Aufklappen ein kompletter Stern entfaltet, hatte sie von einer Freundin: „Die kam damit zu mir, weil sie die Facebook-Anleitung nicht verstanden hatte. „Manchmal kommt es sogar vor, dass ich Ideen aus dem Kindergarten zuhause mit meiner kleinen Schwester nachbastel“, sagt Labrenz und schmunzelt.

Auch beim aktuellen Thema „Welt“ bringt sie eigene Ideen ein: Beim französischen Kochtag liegen auf ihre Anregung hin Croissants auf den bunten Platzdeckchen. Aber auch als „Weihnachtmännin“ ist Maxine Labrenz schon eingesprungen, als es in der Adventszeit beim Auftritt im Seniorenheim einen Ausfall gab. Das intakte Dorfleben beeindruckt sie: „Im Kindergarten wird viel mit Eltern und Senioren gemeinsam gemacht – einfach toll!“

Für sie dient das Jahr nach der Schule der beruflichen Findung. Vor dem Beruf der Erzieherin, den sie sich ursprünglich hätte vorstellen können, hat sie inzwischen gehörig Respekt bekommen: „Von wegen, nur ein bisschen spielen – der Job erfordert eine enorme Feinfühligkeit, man muss sich auf viele Befindlichkeiten einstellen und trägt eine große Verantwortung.“ Sie ist zu dem Schluss gekommen: „Auf Dauer wäre mir das zu stressig.“ Gerührt hat sie allerdings, als nach der Weihnachtsfeier eine Mutter auf sie zukam und meinte: „Mein Kind mag dich richtig gern.“ Ob sich das bei ihrem aktuellen Berufswunsch auch einstellen könnte? Fraglich: Eingetütet hat sie gerade ihre Bewerbung zur zahnmedizinischen Fachangestellten.

Unsere Serie: In den folgenden Wochen stellen wir an dieser Stelle die einzelnen „Bufdis“ in der Samtgemeinde Fintel vor: Was sind ihre Aufgabenbereiche, was treibt sie an, was für Erfahrungen haben sie gemacht? Darüber gibt unsere Mini-Serie in loser Folge Auskunft.

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