Bürgermeisterwahl in der Samtgemeinde Fintel: Knapp 90 Prozent stimmen für Tobias Krüger

Klares „Ja“, schwache Beteiligung

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Ja, es stimmt: Tobias Krüger (l.) wird neuer Bürgermeister der Samtgemeinde Fintel. Sein Amtsvorgänger und Wahlleiter Michael Niestädt hat die Ergebnisse schwarz auf weiß.

Lauenbrück - Von Lars Warnecke. Es ist geschafft: Mit 87,4 Prozent aller Wählerstimmen ist Tobias Krüger (parteilos) am Sonntag klar ins Amt des neuen Samtgemeindebürgermeisters gehoben worden. Das Interesse am Urnengang hielt sich indes in Grenzen, lag die Beteiligung in allen fünf Mitgliedsgemeinden doch bei schlappen 28,7 Prozent – ein Ergebnis, das wohl vor allem dem Mangel an Gegenkandidaten geschuldet war.

„Einen Zuspruch für meine Person von fast 90 Prozent – so ein Ergebnis wünscht sich doch so manche Partei“, kommentierte der 39-Jährige den Wahlausgang ein wenig scherzhaft. War er den Tag über nervös? „Am Ende lagen schon ein wenig die Nerven blank, immerhin kann man ja auch gegen sich selbst verlieren“, so der Bauamtsleiter in der Samtgemeindeverwaltung, der im Juni nun tatsächlich die Nachfolge von Michael Niestädt antreten wird. An diesem doch recht wichtigen Tag trug Krüger wie sonst auch Anzug und Krawatte. „Ich gehe noch ein paar Mails checken“, sagte er und verschwand wieder im Büro.

Befürchtungen, mehr Wähler könnten mit „Nein“ als mit „Ja“ gestimmt haben, waren unbegründet. Ganze 1536 Bürger möchten den zweifachen Familienvater künftig im Chefsessel des Lauenbrücker Rathauses sitzen sehen, 201 Stimmen wollen das nicht. 20 Bögen erklärten die in den sieben Bezirken tätigen Wahlhelfer nach der Auszählung für ungültig. Ein Bürger hatte auf das Kreuz verzichtet und stattdessen folgende Worte auf dem Bogen hinterlassen: „Ich liebe die Demokratie, das hier hat aber nichts mit Demokratie zu tun“.

So dachte offenbar die Mehrheit der insgesamt 6129 Wahlberechtigten – und war erst gar nicht zur Wahl erschienen. Als Krüger am Mittag kurz ins Rathaus kam, um einen Zwischenstand zu erfahren, machte er große Augen: Nur zwölf Prozent waren den Urnengang zur Halbzeit angetreten. „Letztendlich musste ich aber damit rechnen, dass das Interesse eingeschränkt ist“, erklärte der Kandidat.

Als Krüger um kurz vor 18.30 Uhr wieder auftauchte, waren schon fast alle Wahlbezirke ausgezählt und klar, dass er Bürgermeister werden würde. So langsam trudelten auch die Vertreter der Fraktionen ein – und noch vor 19 Uhr trat Samtgemeindewahlleiter Michael Niestädt im alten Ratssaal vor die Menge und verkündete unter Applaus das Ergebnis.

Er freue sich sehr auf die kommenden fünf Jahre und hoffe, „dass wir eine Menge bewältigen können“, sagte Krüger, als das Ergebnis langsam sackte und sich zu den Gratulanten auch seine Frau sowie die beiden Töchter gesellten.

Ein wenig mehr Zeit zum Feiern verbleibt dem jetzigen Bauamtsleiter noch. Denn erst am 8. Juni tritt der 39-Jährige des Posten des hauptamtlichen Oberhauptes der Samtgemeinde ganz offiziell an.

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