Buchstabenjagd mit Olchis und Lesehunden

Vielfältiges Programm beim „Lesefreude“-Benefiztag im Landpark

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An zahlreichen Stationen wurde die Lust auf Buchstaben geweckt.

Lauenbrück - Von Ulla Heyne. Harfenklänge am Froschteich, sich im Pavillon von den Märchen von „Erzählopa“ Hans-Günther Seifert über Drachen und Prinzessinnen gefangen nehmen lassen, auf dem Steg dem Kinderliedermacher Florian Müller lauschen oder auf der Wiese der Sinne eine Ballettaufführung zum Thema „Buchstaben“ ansehen, am Glücksrad drehen und Buchstaben zu Tieren zusammenreimen – der Sonntag im Landpark Lauenbrück stand ganz im Zeichen des geschriebenen und gesprochenen Wortes. Zum zweiten Mal hatten einige Kooperationspartner, darunter ein Kinderbuchverlag, Autoren und Illustratoren zum „Lesefreude-Benefizfest“ geladen.

Dabei wurde der Staffelstab der Schirmherrschaft von CDU-Bundestagsabgeordneter Kathrin Rösel in Vertretung von Mechthild Ross-Luttmann an die Kinderbuchautorin Meike Haberstock weitergegeben. Sie nutzte bei der Eröffnung die Gelegenheit, neben der „Vorstellung meiner langjährigen Freunde A bis Z“ aus eigenen Werken vorzutragen.

Keine Angst im Grusel-Bilderbuchkino

Manon Vahjen aus Griemshop gehörte zu denen, die mit ihrem Sohn Emil bei der „Olchi-Rallye“ auf Buchstabenjagd gegangen war. Im ganzen Park galt es, die „käsigen nach Kröten stinkenden Schleimplakate“ zu finden und Wörter zu ergänzen. Im Pferdezimmer verstand es Christine Braun, die Jüngsten mit ihrem Bilderbuchkino in ihren Bann zu ziehen. „Achtung, gleich könnte es gruselig werden“, warnte die Leiterin der Stadtbibliothek, als sie das erste Bild von „Orkan und dem hungrigen Drachen“ auf der Leinwand erscheinen ließ. „Macht nichts“, entgegnete Zuhörerin Verena von Bothmer, die mit ihren Kindern in der ersten Reihe saß, gelassen, „das Buch kennen wir schon!“.

Paul und Oskar (v.l.) Müller und Vater Florian lesen Leselernhund „Fussel“ und seiner Besitzerin Nina Grünewald vor.

Doch auch selbst aktiv werden konnten die Kinder, unter anderem beim Geschichtenwettbewerb. Thema waren in diesem Jahr wie im Vorjahr Esel, „aber auch alle anderen Tiere“, so Linda Falkenberg vom gleichnamigen Verlag, der die Ergebnisse später in Buchform veröffentlichen will.

Gutes Wetter klaut den Künstlern in der „Orangerie“ die Gäste

Nach der von Starkregen gebeutelten Erstauflage hatten Organisator Friedrich-Michael von Schiller und seine Mitstreiter gut daran getan, den Termin in eine etwas „wetterbeständigere“ Zeit zu verlegen. Nicht zufällig war die Wahl auf den Sonntag nach der Einschulung gefallen: „Das passt“, befand der Hausherr. Passend auch die Angebote regionaler Institutionen, die sich in der Förderung von Kindern die Wahrnehmung mit allen Sinnen auf die Fahnen geschrieben haben. So konnten die Kinder am Stand des Waldorfkindergartens Riesenseifenblasen produzieren und sich nebenan beim Mütter- und Kinderzentrum „Simbav“ mit einem Glitzertattoo schmücken lassen. An letztere gehen auch die Erlöse aus der Tombola, aufgetoppt von einem Teil der Eintrittsgelder.

Das Nachsehen hatten die Stände in der „Orangerie“: Angesichts des guten Wetters blieben der Autorin „Brigitte“ die Zuhörer weg, ebenso wie der Illustratorin Elli Brockmann. Schade, hatte die Bremervörder Erfinderin der beiden Hühner Trude und Berta bei ihrer Live-Vorführung des Entstehens einer Aquarell-Illustration doch allerlei Wissenswertes zu berichten. Gleich nebenan warteten Fussel und Fellow darauf, sich von Kindern vorlesen zu lassen. Während der Golden Retriever sich von Oskar Müller (7) und seinem Bruder Paul (10) vorlesen ließ, informierten Nina Grünewald Therese Wichmann, Fachkraft für tiergestützte Intervention, über das in Ländern wie der Schweiz verbreitete Konzept der Leselernhunde, die Kindern Hemmungen und Berührungsängste im Umgang mit Buchstaben und Tieren nehmen sollen.

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