650 Bürger haben schon gewählt

Briefwahl ist so beliebt wie nie in der Samtgemeinde Fintel

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Der Aushang an der Eingangstür zur Alten Post zeigt es an: In dem Kindergarten bleiben bei der Europawahl die Lichter aus. 

Der Trend zur Briefwahl zeichnet sich auch in der Samtgemeinde Fintel ab. 650 Bürger haben ihre Stimme bereits abgegeben.

Lauenbrück - Liegt es an der Flut an Veranstaltungen, die an diesem Wochenende ins Grüne locken? Oder will man sich nur weniger Stress machen? Wie dem auch sei: Der Trend zur Briefwahl, er zeichnet sich auch in der Samtgemeinde Fintel ab. Zahlreiche Bürger haben in den vergangenen Wochen die Chance genutzt, ihre Stimme bei der Europawahl noch vor dem 26. Mai abzugeben – entweder direkt im Rathaus oder auf postalischem Weg. Von den aktuell 6 017 Wahlberechtigten (darunter gibt es elf Wählende mit einer EU-Staatsbürgerschaft, die in der Samtgemeinde wohnen und sich hier ins Wählerverzeichnis eintragen lassen haben) hätten laut Tobias Krüger mit Stand am Donnerstagnachmittag so schon 650 Menschen abgestimmt. „Das sind rund elf Prozent und deutlich mehr als 2014“, stellt der Samtgemeindebürgermeister fest. Sein Erstaunen darüber hält sich jedoch in Grenzen: „Das ist auch schon bei den vergangenen Wahlen bei uns deutlich mehr geworden.“

Wer nun noch per Briefwahl seine Stimme abgeben möchte, hat sich zu sputen: Bis 18 Uhr müssen am Sonntag Wahlschein und Stimmzettel im verschlossenen Umschlag bei der Kreiswahlleitung im Rotenburger Kreishaus eingegangen sein. Wer nun noch die Unterlagen für die Briefwahl beantragen möchte, hat das Nachsehen: Die Frist dafür ist abgelaufen.

Demjenigen bleibt also nichts anderes übrig, als den Gang zur Urne anzutreten. Sieben Wahlbezirke sind es zwischen Fintau und Eurostrand an der Zahl – angefangen vom kleinsten in Vahlde bis zum größten in Lauenbrück. In der Löwen-Gemeinde kommt es zu einer Ausnahmesituation: Gab es dort aufgrund der Einwohnerzahl sonst immer zwei Wahllokale (Rathaus und Alte Post), konzentriert sich dieses Mal alles nur auf die Räumlichkeiten der Samtgemeindeverwaltung. Grund für die Standortbündelung seien Krüger zufolge ein in der Kita aufgetretener Wasserschaden sowie Umbaubauarbeiten, die derzeit in der Einrichtung an der Bahnhofstraße durchgeführt würden.

Dann gibt es noch die Wahlhelfer. Insgesamt 45 sind im Einsatz. Genügend Personal für die Wahlbezirke sei also vorhanden, erklärt der Bürgermeister. Die Ehrenamtler müssen morgen in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett, wollen sie pünktlich um 7.30 Uhr in den Lokalen sein. Eine halbe Stunde später öffnen diese dann für die Wählerinnen und Wähler die Türen.

Vor auf den Tag genau fünf Jahren, bei der bisher letzten Europawahl am 25. Mai 2014, durften 5 883 Bürger an die Urnen. Von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten letztlich aber nur 53,6 Prozent aller Frauen und Männer. 2009 waren es mit 49,1 Prozent sogar noch weniger. Und die Erstwähler, die noch an keiner Wahl teilnehmen durften, diesmal aber wahlberechtigt sind? Die sind mit 394 Personen in großer Zahl vertreten – größer jedenfalls, als noch vor fünf Jahren (308 Erstwähler).

Auf die Frage, wie hoch er denn die Beteiligung an der Eurowahl vor Ort einschätzen würde, gibt sich Tobias Krüger diplomatisch: „Auf jeden Fall höher als in 2014.“

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