Bischof Erich Hertel berichtet beim Ländertag über seine Missionierungsarbeit

Brücken in Namibia gebaut

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Gestalteten den Namibia-Tag (v.l.): Bischof Erich Hertel, Kirchenvorsteher Detlef Weseloh und Pastor Thomas Steinke.

Benkeloh - Von Hannelore Rutzen. 20 Jahre hält die Kirchengemeinde Fintel schon Kontakt mit der Partnergemeinde Elolo in Namibia. Und fast genauso lang missionierte Erich Hertel in dem südafrikanischen Land. Für Pastor Thomas Steinke Anlass, den Bischof im Ruhestand über seine Erfahrungen berichten zu lassen – jetzt geschehen bei einem Scheunen-Gottesdienst auf dem Benkeloher Hof von Ruth und Bernd Reinke.

Er habe Brücken bauen können zwischen der farbigen und weißen Bevölkerung, blickte Hertel in seiner Predigt zurück. Und hierzulande? Zwar würden seiner Auskunft nach noch 61 Prozent der Bevölkerung einer Kirche angehören, inzwischen sei Deutschland aber zum Missionsland geworden. „Die Bibel steht verstaubt im Regal, Tischgebete werden nicht mehr gesprochen, sich kaum noch über Glaubensfragen unterhalten“, zählte er auf. „Im Zeitalter von Facebook und Smartphone gibt eben nur noch wenig Gemeinsamkeiten“, will Hertel festgestellt haben. Und ja, auch in Namibia sei diese Art der modernen Kommunikation längst angekommen – wenngleich auch nicht überall gleichmäßig.

Drei Kirchen zähle das südafrikanische Land – immerhin zweimal so groß wie Deutschland. Von einer wurde er zum Bischof berufen. „Ich konnte während meiner Missionierungsarbeit helfen, die Diskriminierung der Rassen zu mindern. Das habe ich immer als meine Aufgabe gesehen“, sagte Hertel. In guter Erinnerung seien ihm die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen geblieben sowie die Gottesdienste voller Ausdrucks-kraft. Er habe lebendige Gemeinden mit aufbauen geholfen. Da sich die Kirche dort zum größten Teil selbst finanzieren müsse, habe er mit angepackt Laienprediger auszubilden. „Die afrikanischen Menschen hatten alle Zeit der Welt, während man hier immer auf die Uhr schaut“, bemerkte der Geistliche, der diese „erlebnisreiche schöne Zeit“ nicht missen möchte.

Pastor Steinke präsentierte ergänzend in Wort und Bild Eindrücke vom Besuch in der Partnergemeinde Elolo. Er berichtete, wie die Kirchengemeinde Fintel habe mithelfen können, dort eine Kirche zu bauen. Diese sei inzwischen fertig, nun fehle es noch an Mobiliar. „Wir werden dieses Vorhaben weiterhin mit Spenden unterstützen“, bekräftigte er.

Die Kinder würden sich separat ebenfalls mit Namibia befassen und zeigten den Erwachsenen anschließend, wie sie lebendige Kirche verstehen.

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