Bewährungsprobe bestanden

Lauenbrücker Schutzdamm bewältigt das Hochwasser

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Bauhofleiter Jochen Haase hat das Hochwasser im Griff.

Lauenbrück - Von Hannes Ujen. „Man wundert sich nur, wo diese Riesenmengen an Wasser herkommen“, sagt Jochen Haase, Bauhofleiter der Gemeinde Lauenbrück während seiner Kontrollfahrt im Bereich des Hochwasserschutzdamms. „Das Hochwasser der Fintau hat jetzt wohl nach dem tagelangen Dauerregen seinen Scheitelpunkt erreicht“, resümiert der Verantwortliche für den Betrieb des Damms.

Unruhige Nächte mit zweistündigen Kontrollen und Steuerungsmaßnahmen direkt am Stauwehr und anderen neuralgischen Punkten liegen hinter ihm. Einer dieser Punkte ist der Pegel an der Fintaubrücke der Ziegeleistraße, wo beim sogenannten Jahrhunderthochwasser im Sommer 2002 rund ein Drittel Lauenbrücks überschwemmt wurde – mit Schäden von mehreren Hunderttausend Euro. Anfang 2007 lief die Fintau wieder über und eine erneute Katastrophe konnte nur durch den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehren und vieler weiterer Helfer verhindert werden, die mit Tausenden von Sandsäcken gegen die Wasserfluten ankämpften.

Glücklicherweise gelang es der Gemeinde dann in einer einmaligen konzertierten Aktion im Jahr 2010, das eine Million Euro schwere Projekt „Hochwasserschutzdamm“ zu realisieren, das damals als teuerstes öffentliches Projekt in die Geschichte Lauenbrücks einging.

„Es hat sich absolut bewährt“, sind sich der Bauhofleiter und Bürgermeister Jochen Intelmann (SPD) einig: „Hätten wir den Staudamm nicht gebaut, wäre es jetzt mit Sicherheit erneut zu schweren Überschwemmungen gekommen.“

Zuletzt war es 2013 ähnlich prekär

Das wird am Stauwehr des Hochwasserdamms klar, wo das Wasser der Fintau mit fast acht Kubikmetern pro Sekunde vom Staubecken aus in Richtung des Zusammenlaufs mit dem Wümmehochwasser schießt. „2013 hatten wir eine ähnliche prekäre Situation, aber dieses Mal ist es sehr extrem“, konstatiert der Bauhofleiter. „Wenn es weiter so stark geregnet hätte, hätten wir sicher ein Problem gehabt.“ Man könne ja die Fintau nicht sperren, sondern nur den Durchlauf kontrollieren und möglichst viel Wasser aus dem etwa 100 Hektar großen Rückstaupolder zwischen der Alten Vahlder Straße und der Wenkeloher Straße wegkriegen.

„In etwa zwei Tagen könnte der gesamte Polder wieder leer sein“, freut sich der sichtlich geschaffte, aber entspannte „Steuermann“ des Lauenbrücker Hochwasserdamms.

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