Gut besuchtes Frauenfrühstück in Stemmen / Fachfrauen referieren

„Sagen Sie Ja zur Krise“

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Gäste beim Frauenfrühstück (v.l.): Anne-Marie Thies, Hanni Nack, Jan-Philip Grüthusen, die Referentin Tamara Hinz und Christopher Detjen, Techniker der Gesangsgruppe.

Stemmen - Kaffee und Tee, Brötchen, gute Gespräche und der Vortrag von Tamara Hinz „Katastrophenglück – Krisen erleben und überwinden“ lockten Frauen aus Sittensen, Scheeßel, Fintel oder Tostedt gut gelaunt ins Landgut Stemmen zum Frühstückstreffen der Frauen. Mitarbeiterinnen unterschiedlicher christlicher Kirchen und Gemeinden in Sittensen hatten es für 310 Frauen vorbereitet.

Hanni Nack, die Moderatorin aus Groß Meckelsen, stimmte die Teilnehmerinnen ein und kündigte Hinz als „Katastrophen-Glücksfrau“ an. Musikalisch umrahmten Anne-Marie Thies (Gesang) und Jan-Philip Grüthusen (Klavier, Gesang) mit Songs und rockigen Balladen, die mit Udo Jürgens endete. Rita Bockelmann aus Farven beneidete früher die Menschen um ihren Halt zu Gott und schilderte, dass sie eine Reihe von Jahren brauchte, um einen Weg zum Glauben zu finden. Viele Fragen hätten sie bewegt und sie habe zunächst wenig zufrieden stellende Antworten bekommen. „Durch Gespräche, Gottesdienste, Freizeiten und Seminare festigte sich mein Glauben. Heute fühle ich mich von Gott behütet und beschützt“, so Bockelmann.

Die Referentin Tamara Hinz, freie Mitarbeiterin der Stiftung christlicher Medien und Buchautorin, wusste in ihrem Vortrag, wovon sie redet. Sie selbst hat vier Kinder und erlebte, dass die Wirklichkeit den Menschen mit Krisen überschütten und belasten kann. Als Einstieg nutzte sie einen fiktiven Abschiedsbrief einer 15-Jährigen mit erschreckenden Details und der Pointe, dass die Jugendliche ihre Mutter mit den erfundenen Schreckensszenen über ein schlechtes Schulzeugnis hinwegtrösten wollte. Lebensklug und praktisch denkend riet Hinz den äußeren Schicksalsschlägen wie Trennungen, Krankheiten oder dem Tod eines geliebten Menschen ins Gesicht zu sehen und sie nicht zu verdecken. „Sonst bringen sie womöglich das Fass zum Überlaufen. Fast jeder Mensch habe sein Päckchen zu tragen, Belastungen gehören zum Leben. Keiner bleibt von Krisen verschont“, meinte sie.

Katastrophe und Glück, wie passt das zusammen? „Jede Krise hat ihre Chance“, sagte die Expertin, „sie birgt in sich ein Wachstum.“ Sie ermutigte, sich schonungslos den Gefühlen zu stellen, die an die Oberfläche drängen und sich mit den Altlasten auseinander zu setzen. Man müsse sich der Krise stellen, nicht davor zurückscheuen. Sie riet, sich mit anderen Menschen auszutauschen und sich nicht einzuigeln. „Sagen Sie Ja zu Ihrer Krise“, empfahl Hinz. „Rechnen Sie damit, dass Gott Ihnen in der Krise begegnet. Er fängt Sie auf, bringt Licht in die Dunkelheit und ist das gesunde Fundament, auf dem Vertrauen und Stärke wachsen können“.

hr

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