60 Besucher lassen sich auf Einladung des Hegerings Wildspezialitäten schmecken

Kulinarisches Jägerlatein

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Die Bläsergruppe des Hegerings Lauenbrück sorgte mit Jagdsignalen, Melodien und Märschen für Stimmung.

Helvesiek - Gebratenes, Gesottenes oder Gekochtes vom Damwild, Wildschwein und Co. – schon beim Lesen des Menüs lief einem das Wasser im Mund zusammen. Der Hegering Lauenbrück hatte am Wochenende zum Wildessen in das Helscher Hus geladen. „Ich glaub’, ich steh´im Wald“ mochte sich der eine oder andere der 60 Teilnehmer im wörtlichen Sinne gedacht haben, als er sich das vom Küchenteam der Helvesieker Gaststätte zubereitete Menü schmecken ließ.

Auf gesonderten Tischen hatten die Gastgeber Tierpräparate, wie Fuchs, Hermelin und Waschbär ausgestellt. Die Jagdhornbläsergruppe des 116 Mitglieder starken Hegerings mit ihren Parforce- und Plesshörnern begleitete die dritte Auflage dieses Gaumenschmauses musikalisch. Das aufgetischte Wildbret hatten die Jäger aus den 42 Jagdbezirken ihres 12500 Hektar großen Waldgebietes zur Verfügung gestellt. Dabei sind längst nicht alle Hegeringmitglieder auch Jäger, weiß Leiter Hubertus Steinke. „Jäger müssen eine spezielle Ausbildung und Prüfung ablegen, unter anderem ausgerichtet auf den verantwortlichen Umgang mit dem Wild und ihre Hege und Pflege“, erklärt er. Es werde nicht geschossen, was einem vor die Flinte kommt, sondern ausgewählt. „Wir schützen eine größere Menge an Tierarten als die, die bejagt werden.“

Für einen Höhepunkt des Abends sorgte der Falkner Herbert Meyer, der im Revier Lauenbrück jagen darf. Er brachte seine „Lady“, ein eineinhalbjähriges Habichtweibchen, mit und stellte sie den interessierten Gästen vor. „Es gibt etwa 2500 Falkner in Deutschland, aber nur 50 Prozent von ihnen jagen aktiv mit den Vögeln“, so Meyer. Der Habicht sei ein Pirschjäger. Er nutze jede sich bietende Deckung, jeden Busch oder Grasbüschel, um seine Beute zu überfallen. Wenn er sie gemacht hat, halte er sie in den Fängen und ummantele sie mit seinem Federkleid. „Zu seinen Beutetieren gehören beispielsweise Wildkaninchen, die sich oft in Parks, Friedhöfen, in Industriegebieten oder Gartenanlagen stark vermehren und mit Habichten und auch gemeinsam mit Frettchen bejagt werden“, erläutert der Falkner. Der Habicht, ergänzt er, sei im übrigen der Vogel des Jahres 2015.

Einen weitereren Programmpunkt bildete eine amerikanische Versteigerung zweier Damwildkeulen und eines Damwildrückens. Jungjägerin Gaby Pohle gelang es, mit kleinen Geschichten, Erläuterungen und ihren Helferinnen Xenia, Laura und Tochter Greta dem spendierfreudigen Publikum eine Menge bares Geld zu entlocken. Mehr als 300 Euro kamen zusammen, die in diesem Jahr zu einem späteren Zeitpunkt der Kindereinrichtung „Löwenburg“ in Lauenbrück übergeben werden sollen.

hr

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