Bekenntnis zum Lückenschluss

Lauenbrücker Rat fasst Aufstellungsbeschluss für B-Plan „Treiderkamp“

Auf der grünen Wiese rechts und links der Straße Richterkamp will die Gemeinde Lauenbrück ein Baugebiet erschließen. Investor ist die Gesellschaft für Entwicklung und Bauen.
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Auf der grünen Wiese rechts und links der Straße Richterkamp will die Gemeinde Lauenbrück ein Baugebiet erschließen. Investor ist die Gesellschaft für Entwicklung und Bauen.

Lauenbrück – Welche Größe die Grundstücke haben werden, wo am Ende die Mehrfamilienhäuser in welcher Anzahl Platz finden und wie die Straßen genau verlaufen, das steht noch nicht fest. Ebenso wenig gibt es bisher Vorgaben zur Zaunhöhe, zur Dachfarbe und zur Ziegelart. Sicher ist aber, dass die Planung für das neue Baugebiet „Treiderkamp“ im Lauenbrücker Westen fortgesetzt wird. Einstimmig fasste der Gemeinderat am Montagabend den Beschluss zur Aufstellung des gleichnamigen Bebauungsplanes.

„Mehr geht nicht“, verdeutlichte Bürgermeister Jochen Intelmann (SPD) mit Blick auf das 78 Hektar große, bisher noch landwirtschaftlich genutzte Plangebiet zwischen dem Kindergarten Löwenburg und der Straße „Am Fintausee“, welches den Richterkamp, quasi als Lückenschluss zur Bestandsbebauung, beidseitig flankiert. „Wir wissen, dass Lauenbrück nicht unendlich wachsen kann.“ Weiteres Bauland, bemerkte Ratsherr Horst Milbrodt (CDU), stünde der Gemeinde ohnehin nicht mehr zur Verfügung. Er jedenfalls plädierte dringend dafür, per Beschluss eine Grundsatzentscheidung zu treffen. „Wir stehen erst am Anfang des ganzen Verfahrens, die Bürger werden noch die Möglichkeit bekommen, sich zu beteiligen – an uns liegt es aber nun, endlich die Weichen zu stellen und nicht zuletzt auch für den Investor die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen.“ Als solcher, wurde in der Sitzung bekannt, tritt die Gesellschaft für Entwicklung und Bauen (GEB), eine Tochter der Volksbank Lüneburger Heide, auf.

Tatsächlich waren die Pläne in den politischen Gremien seit 2019 schon mehrfach beraten und immer wieder neu angepasst worden – zuletzt vor wenigen Wochen im gemeindlichen Bauausschuss. „Im jetzigen Entwurf, angelehnt an das überarbeitete städtebauliche Konzept, sind nun keine Stichstraßen mit jeweils einem Wendehammer mehr vorgesehen, sondern zur besseren Erreichbarkeit Rundwege“, erläuterte der Bürgermeister. Allerdings sei auch diese Lösung noch nicht in Stein gemeißelt, wohl aber die, dass es eine direkte Anbindung des Nordteils an die Lindenstraße nun nicht mehr geben werde.

Zukunft der Baustraße noch ungewiss

Was die späteren Bauverkehre betrifft, soll für die eigens eine Baustraße als Zufahrt geschaffen werden, um so die umliegenden Wohnstraßen, also die Lindenstraße, den Schmiedeberg und den Fintausee, zu entlasten. „Dieser Bypass wird sicherlich auch bis zu 20 Jahre benötigt werden“, zeigte sich Klaus Intelmann (SPD) in Anbetracht dessen, dass der „Treiderkamp“ in drei zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten bebaut werden soll, überzeugt. „Ob die Straße nachher als zweite Abfahrt zum Baugebiet bestehen bleibt oder nicht – das wird hinterher der Rat entscheiden müssen.“

Laut Intelmann lege die Gemeinde mit dem Vorhaben den Grundstein für eine „gute, langfristige Einwicklung“, wie er es formulierte. „Wir hatten hinsichtlich unserer Langfristperspektive schon vor zwei Jahren gesagt, der Ort könne auf bis zu 3 000 Einwohner wachsen.“ Gegenwärtig stünde Lauenbrück mit rund 2 500 Bürgern dar. „Wenn im Treiderkamp um die 100 Häuser dazukommen und wir die Entwicklung im Baugebiet Heidhorn hinzuziehen, kann ich mir vorstellen, dass wir irgendwann bei dieser Zielzahl angekommen sein werden.“ Die, bemerkte er, sei für die Infrastruktursicherung auch nicht ganz unerheblich. „Eine Gemeinde, die wächst, ist jedenfalls auf einem guten Weg.“

Ob denn vor Ort schon eine Baugrunduntersuchung durchgeführt worden sei, wollte eine Zuhörerin in der Einwohnerfragestunde wissen. „Womöglich zeigen die Bodenproben ja nachher, dass man dort kein Baugebiet ausweisen kann.“ Eine solche Analyse, erwiderte Intelmann, habe der Investor im Februar veranlasst „Mir ist aber nicht bekannt, wie das Ergebnis ist.“

Neben dem Aufstellungsbeschluss für den B-Plan gab der Rat am Ende auch noch grünes Licht, einen Erschließungsvertrag zwischen der Gemeinde und der GEB zu erarbeiten. Das Thema „Treiderkamp“, das dürfte sicher sein, wird in diesem Jahr in Lauenbrück noch einige weitere Male auf der politischen Agenda auftauchen.

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