Samtgemeinde Fintel stellt sich auf hohen Geburtenstand ein

Bedarf an Betreuungsplätzen steigt weiter

Die Zahl der Unter-Dreijährigen ist in der Samtgemeinde Fintel stark gestiegen – eine Herausforderung für Politik und Verwaltung.

Lauenbrück - Von Jennifer Kräge. Zum Betreuungsjahr 2018/2019 steigt der Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen in der Samtgemeinde Fintel aufgrund steigender Geburtenzahlen weiter.

Darüber hinaus ist auch die Nachfrage nach der Erweiterung von Betreuungszeiten hoch. Wie der Bedarf in Zukunft gedeckt werden kann, darüber zerbrach sich jetzt der Samtgemeinderat den Kopf.

Die Anmeldezahlen für das kommende Betreuungsjahr 2018/2019 zeigen bereits jetzt, dass der Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen weiterhin steigt. Allein in der Gemeinde Fintel liegen derzeit 54 von möglichen 67 Anmeldungen für den Kindergarten sowie 22 von 30 möglichen Anmeldungen für den Krippenbereich vor. Auch für das darauffolgende Betreuungsjahr gibt es bereits eine Nachfrage. In den anderen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde bietet sich ein ähnliches Bild, und ein Ende der steigenden Geburtenrate ist erst mal nicht in Sicht. Aufgrund dieser Lage müssen bereits Krippenkinder, die im laufenden Betreuungsjahr das dritte Lebensjahr vollenden, „unterjährig“ in die Kindergartengruppen eingewöhnt werden.

Man rechnet in den nächsten fünf Jahren mit einem Zuwachs des U3-Betreuungsbedarfs von 80 Prozent in einem Jahrgang. In Niedersachsen ist der Bedarf im Vergleich zum Vorjahr um über zehn Prozent gestiegen. Die Prognose zeigt, dass das Angebot eines Betreuungsplatzes derzeit noch innerhalb der Samtgemeinde realisiert werden kann. Unter den gegebenen Voraussetzungen wird das in den kommenden Jahren problematisch und schwer bis nicht mehr möglich sein.

Krippenanbau wird abgeschlossen

In Fintel wird zum Ende des Jahres der Krippenanbau fertig sein, in Lauenbrück ist er bereits seit Längerem abgeschlossen. In Helvesiek wird man der Frage nach einer „Waldgruppe“ nachgehen, um den Bezug zur Natur zu schärfen und weitere Plätze schaffen zu können. Eine weitere Möglichkeit ist die Auflösung der altersgemischten Gruppen in Helvesiek und Stemmen. In Stemmen könnte durch ein Raumkonzept mit dem Gebäude sowie dem Gelände der Grundschule ein großer Standort für die Kindertagesstätte entstehen. Um dem Bedarf der Erweiterung der Betreuungszeiten nachkommen zu können, steht die Überlegung der Schaffung von weiteren Ganztagsplätzen für die Kindergärten der Samtgemeinde im Raum.

Am Standort der Finteler Kindertagesstätte könnte eine Nachmittagsbetreuung für Hortkinder verwirklicht werden. Hierzu soll es, auch in Lauenbrück, zeitnah eine Bedarfsabfrage geben. Darüber hinaus steigt mit dem erhöhten Bedarf an Betreuungsplätzen und der Erweiterung der Betreuungszeiten auch der personelle Mehrbedarf. Da bauliche Maßnahmen bis Sommer 2018 schwer umzusetzen sind, werden nun Provisorien durchdacht, wie man dem Notstand an Plätzen vorerst entgegenwirken kann.

Der Beschlussvorschlag, der vom Samtgemeinderat diskutiert wurde, hält verschiedene Möglichkeiten zur Umsetzung bereit – es herrscht überwiegend Einigkeit über die genannten Vorschläge, sodass diesen geschlossen zugestimmt werden konnte.

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