DLRG Fintel bietet Schwimmkurse für Asylbewerber an

Bald geht‘s ins Becken

Die Asylbewerber verschafften sich im Finteler Freibad einen ersten Überblick. - Foto: Rutzen

Fintel - „Schwimmen zu können ist die beste Prävention vor dem Ertrinken“, sagt der Vorsitzende der Finteler DLRG-Ortsgruppe, Erich Schorn. Weil viele Asylbewerber nicht schwimmen können, hat die Lebens-Rettungsgesellschaft nun kurzfristig einen Schwimmkursus im Freibad am Wiesengrund auf die Beine gestellt.

In der jüngeren Vergangenheit haben sich tödliche Badeunfälle mit Asylbewerbern deutschlandweit gehäuft ereignet. Auch in Fintel können sehr viele Flüchtlinge nicht schwimmen, worin die Ursache für solch tödliche Badeunfälle zu finden ist, berichtet Schorn. Er und seine Vereinskollegin Christine Raether kennen die Situation seit längerem und waren deshalb die treibende Kraft für die Umsetzung eines Schwimmkurses für die Asylbewerber zu kleinem Preis. Dieser soll nun am Montag kommender Woche das erste Mal im Freibad stattfinden – ab 16 Uhr für die Männer und ab 18 Uhr für Frauen.

Schon am Dienstag hatten die Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea, Afghanistan und von der Elfenbeinküste auf Einladung der DLRG die Möglichkeit, sich mit dem Bad vertraut zu machen. Rund 30 waren gekommen. Dabei unterrichten Schorn und Raether die Gäste auch über die Gepflogenheiten, die teilweise für die muslimischen Frauen ungewohnt waren. Sie würden einen Sharifa, einen Ganzkörperbadeanzug mit angenähter Kapuze, tragen, erzählte eine junge Frau aus Syrien. Die Besucher, vor allem die Kinder, waren sichtlich begeistert und hätten am liebsten gleich den Sprung ins Wasser gewagt.

hr

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