Von Anfang an dabei

Hermann Bassen ist 50 Jahren Kassenwart im Sportverein Vahlde

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50 Jahre penibel mit den Zahlen: Hermann Bassen, Kassenwart beim Sportverein Vahlde.

Vahlde - Von Hannelore Rutzen. 50 Jahre, solange der SV Vahlde besteht, übt Hermann Bassen (68) im Verein schon das Amt des Kassenwartes aus. Früher war der rüstige Senior beim Landkreis beschäftigt und schon immer ein präziser Typ, der das Geld zusammenhält. Das bestätigen nicht nur die Vorstandsmitglieder, sondern auch die Sportler.

Schon immer habe er leidenschaftlich gerne Fußball gespielt – trotz einer Behinderung, sagt Bassen. „Ich hütete als junger Mann das Tor und war ganz gut.“ Ausgetobt habe man sich auf dem Bolzplatz, auf dem heute das Dorfgemeinschaftshaus steht. „Unsere Gegner waren vor allem die Jungs aus Fintel und Ostervesede. Aber wir brauchten für unseren Sport einen Rahmen, das spürten wir“, blickt der 68-Jährige zurück. 1967, Bassen war gerade 18 Jahre alt, hätten sich 40 Fußballbegeisterte entschlossen, den Vahlder Sportverein zu gründen – unter den Augen einiger Skeptiker, die ihm, so sagt er, keine große Zukunft vorausgesagt hätten.

Freundeskreis Vahlde ermöglichte ab 1991 viele Projekte

Vorsitzender der ersten Stunde war Willi Bellmann, zum Stellvertreter wählte die Versammlung damals Heinrich Brase, zum Schriftführer Rudolf Pollak, zum Kassenwart Hermann Bassen. „Seitdem hieß es bei anstehenden Wahlen zur Abstimmung als Kassenwart immer: Wiederwahl – und ich war wieder dran.“

In dieser langen Zeit flossen einige Millionen Mark und Euro durch seine Hände, darunter Mittel für den Bau zweier Sportplätze und des Sportheims. „Außerdem mussten ja auch die Trainer und Schiedsrichter bezahlt werden sowie Geräte, Trikots und Fußbälle angeschafft werden“, resümiert der Pensionär. 1991 gründete sich der Freundeskreis Vahlde. Durch seine Zuschüsse ermöglichte er viele Projekte des Sportvereins.

„Er hielt alles zusammen“

„Wenn wir Hermann nicht gehabt hätten, wäre uns in den 50 Jahren des Bestehens unseres Sportvereins und seiner präzisen Kassenverwaltung vielleicht so manche Münze durch die Finger geflossen“, lobt SV-Vorsitzender Jörg Koch Bassens unermüdliches Engagement. „Er hielt alles zusammen, und ich kann stolz verkünden: der Verein ist schuldenfrei.“

Na klar, er habe das Amt immer gern ausgeführt, beteuert Hermann Bassen. „Sonst hätte ich mich ja nicht wählen lassen oder die Sportler hätten mich nicht vorgeschlagen.“ Langsam sei es aber an der Zeit, dass ein jüngerer Sportler in die Aufgabe hineinwächst.

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