Noch viele Fragen

Op‘m Block: Finteler Bauausschuss vertagt Entscheidung über Straßenausbau in ferne Zukunft

Ausgefahrene Seitenränder, kein Gehweg – so sieht es aktuell noch aus in der verhältnismäßig schmalen Straße Op‘m Block, über die die Erschließung in das neue Wohnviertel Burvags-Hoff erfolgen soll.
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Ausgefahrene Seitenränder, kein Gehweg – so sieht es aktuell noch aus in der verhältnismäßig schmalen Straße Op‘m Block, über die die Erschließung in das neue Wohnviertel Burvags-Hoff erfolgen soll.

Fintel – Die Zeichen stehen auf Veränderung im Finteler Ortskern: Denn mit dem Burvags-Hoff wollen die Investoren, bekanntlich sind das die Sparkasse Scheeßel und die Rotenburger Projektgesellschaft Nord (PGN), im Bereich einer alten Hofstelle ein attraktives Wohnviertel mit zwei Neubauten entstehen lassen. Doch so weit die Planungen für das Projekt als solches schon gediehen sind und es mit der Erschließung im Prinzip schon morgen losgehen könnte – eine Entscheidung darüber, wie die Straße Op‘m Block, über welche die Einfahrt in die Anlage erfolgen wird, ausgebaut werden soll, die steht noch aus.

So hatte das, was Chef-Planer Carsten Dittmer jüngst im gemeindlichen Bauausschuss vorstellte, auch eher informativen Charakter, als dass die Politiker sich schon zum jetzigen Zeitpunkt bezüglich einer exakten Ausgestaltung festlegen wollten. „Wir haben ja auch noch gut anderthalb Jahre Zeit, bis die Straße fix und fertig sein muss“, verdeutlichte Bürgermeister Wilfried Behrens (SPD).

Was sich in der Sitzung derweil schon herauskristallisierte: Die Fahrbahn, mit 3,50 Metern nicht gerade begegnungsverkehrfreundlich, soll um einen Meter verbreitert werden. Ebenso könnte auf Höhe der Grundstücksgrenzen, an denen teilweise auch Zufahrten zu den größeren Häusern eingeplant sind, ein durchgezogener Gehweg hinzukommen. Kostenpunkt für das Maßnahmenbündel: 55 000 Euro brutto. Ferner sei im Zuge des Straßenausbaus zwecks Entwässerung eine neue Rinnenanlage vorgesehen, die zusätzlich mit 35 000 Euro zu Buche schlagen würde, erläuterte Dittmer. Dabei blieben die Kosten keinesfalls allein bei der Gemeinde hängen, sei die Investorengemeinschaft schließlich vorrangiger Nutznießer des Vorhabens, ergänzte Matthias Dierks von der PGN.

Einen ganz anderen Lösungsansatz, nämlich den einer Spielstraße, brachte Hans-Jürgen Schnellrieder, beratendes Mitglied von den Grünen, ins Spiel. Auf diese Weise müssten im südöstlichen Bereich nämlich erst gar nicht zwei große Bäume gefällt werden, wie es für den Gehwegbau zwingend erforderlich wäre. „Vielleicht findet man ja noch ein neues, nicht ganz so konventionelles Konzept, bei dem die Bürger die Straße als Fußweg gleich mitnutzen könnten“, äußerte er sich.

Das Plangebiet mit der neuen Verkehrsverfläche (gelb) inklusive Wendeanlage.

Dass diese Option wohl keine Chance auf Erfolg haben wird, darauf verwies Ausschussvorsitzender Charly Aselmann (CDU): „Das kann nichts werden, weil es sich hier um eine Durchgangsstraße handelt.“

Tatsächlich, verdeutliche Carsten Dittmer, sei aus verkehrsplanerischer Sicht eine Tempo-30-Zone, wie sie ja schon jetzt in dem Bereich bestünde, auch später noch die richtige Wahl. „Was die innere Erschließung betrifft, also die neue öffentliche Verkehrsfläche, die später vom Op‘m Block abzweigen soll, haben wir es hier mit dem klassischen Fall einer Spielstraße zu tun.“ Am Ende eben dieser, erläuterte der Planer, sei eine großzügige Wendeanlage vorgesehen, in deren Mitte sich eine kleine Grünfläche befinde.

Wie die an das Plangebiet angrenzende Gemeindestraße schlussendlich aussehen könnte, dazu müsse das Ingenieurbüro eh noch einen kompletten Plan ausarbeiten, verdeutlichte Bürgermeister Behrens. Und noch etwas verschwieg er nicht: „Im Moment erwarten wir noch ein Verkehrsgutachten, und zwar für die Straße Am Markt. Sollte die tatsächlich zugemacht werden, dann werden wir verschiedene Verkehrsströme anders leiten müssen.“

Auszuschließen sei es jedenfalls nicht, dass dann auch höhere Belastungen auf den Burvagsweg oder eben auf die Straße Op‘m Block zukommen könnten. Behrens: „Das wissen wir jetzt noch nicht.“

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