Yacouba Koné wird besondere Ehre vom Bürgerbus-Verein zuteil

Er ist der 11.111. Fahrgast

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Dankeschön an Fahrgast Nummer 11 111: Werngard Freyn vom Vorstand und Helmut Volkhausen (l.), einer der Bürgerbusfahrer, überreichen Präsent und Urkunde an Yacouba Koné. 

Lauenbrück - Von Hannelore Rutzen. Einen großen Bahnhof, oder passenderweise: eine große Haltestelle machte der Bürgerbus-Verein der Samtgemeinde Fintel jetzt für Yacouba Koné. Der gebürtige Afrikaner nutzte das Angebot als 11. 111. Fahrgast.

Ganz geheuer ist Koné der Rummel um seine Person nicht: Alle wollen ihm die Hand schütteln an diesem Nachmittag im Lauenbrücker Landpark, es gibt einen Präsentkorb und viele warme Worte – auch von Samtgemeindebürgermeister Tobias Krüger. „Ich komme mir vor wie ein Filmstar“, kommentiert er den überschwänglichen Empfang, den ihm die Mitglieder des Bürgerbus-Vereins bereiteten. Und flugs dreht er den Spieß um, rückt die Gratulanten kurzerhand in den Mittelpunkt. „Ganz toll, was Sie alle machen – und die Fahrer sind immer sehr freundlich“, lobt er.

Ursprünglich stammt Yacouba Koné aus Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste). Als Flüchtling war er nach Deutschland gekommen. Der ehrgeizige junge Mann, der inzwischen bei einer Firma in Scheeßel seine Ausbildung macht, nutzt den Bus, um zur Arbeit zu kommen oder Sprachkurse zu besuchen. „Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit ist der Bürgerbus gut, denn ich bin sonst immer mit dem Fahrrad gefahren“, sagt er.

Seit knapp zwei Jahren schon rollt der „Fintau-Shuttle“ durch die Samtgemeinde. Laut dem Vorsitzenden Wilfried Pohl sei der Bus bis heute rund 160 .000 Kilometer zwischen Fintau und Eurostrand unterwegs gewesen. „Wir sind zufrieden. Wir hatten nicht so viele Reparaturen wie im vergangenen Jahr. Wir sind hoffentlich den Kinderschuhen entwachsen.

Bisher gab es keine kurzfristigen Ausfälle. Die Fahrpläne werden pünktlich eingehalten. Bis zu 900 Fahrgäste im Monat nehmen den Bus in Anspruch, mehrheitlich Flüchtlinge und Asylbewerber.“

Derzeit seien 18 Fahrer mit den Fahrgästen unterwegs, so Pohl. „Es könnten noch mehr Fahrer sein, damit jeder nicht so oft im Monat dran kommt. Denn es gibt ja immer einmal durch Krankheit oder besondere Vorfälle, Urlaub und andere Probleme Ausfälle. Wir würden uns sehr freuen, wenn der- oder diejenige zu uns stößt.“

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