Appell für Rückkehrer aus dem Kosovo und Afghanistan auf dem Pferdemarkt

Fernmelder bewähren sich

Kommandeur Peter Hillermann lässt sich die Aufstellung auf dem Pferdemarkt melden.

Rotenburg - Die Soldaten aus der Rotenburger Lent-Kaserne sind zurück von ihren Auslandseinsätzen. Als Teil der 1. Panzerdivision waren 76 Soldaten des Fernmelderegiments 1 im Kosovo und 68 in Afghanistan. Kommandeur Peter Hillermann und Bürgermeister Detlef Eichinger dankten den Einsatzkräften bei einem Rückkehrerappell auf dem Pferdemarkt (wir berichteten).

Die Anwesenheit zahlreicher geladener Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft wertete Hillermann als Zeichen besonderer Verbundenheit der Stadt Rotenburg zu „ihrer“ Garnison. In den zurückliegenden 15 Monaten hätten knapp 150 Soldaten für den Verband die Hauptlast der KFOR- und ISAF-Einsätze getragen. Anders als bei den kämpfenden Verbänden, die auch im Einsatz „als Kohäsionselement im Kern bestehen bleiben“, hätten die Fernmelder in Form von „Einzelabstellungen“ in den eingesetzten Truppenteilen für die Aufrechterhaltung der Kommunikation gesorgt. Die andauernde Herausforderung jedes Einzelnen hätten die Rotenburger Soldaten „ausgezeichnet gemeistert“.

Hillermann betonte die „Unterschiede insbesondere im Bereich der Gefährdungslage“ im Kosovo und in Afghanistan. Zu Beginn des Einsatzes auf dem Balkan seien die Verantwortlichen noch davon ausgegangen, dass die Soldaten hier in Ruhe die Reduzierung der Truppenstärke weiter voranbringen können. Durch die Unruhen an der Grenze zu Serbien hätte das Einsatzbataillon KFOR allerdings kurzfristig verlegen müssen. „Trotz unklarer Auftragslage und hoher Gefährdung“ hätten sich zahlreiche Fernmelder spontan bereit erklärt, den Einsatz weiter zu unterstützen. „Auch wenn nach einer Splitterverletzung einer unserer Kameraden immer noch nicht wieder vollständig genesen ist, so haben wir insgesamt auch Glück gehabt, dass wir diesen Einsatz, der von uns Dinge abverlangt hat, die nicht zu unseren Kernfähigkeiten gehören, ohne weitere Schäden überstanden haben“, fasste Hillermann die zugespitzte Lage im Kosovo zusammen.

Höchste Anerkennung verdienten die gezeigten Leistungen und Entbehrungen, die die Soldaten in Afghanistan auf sich genommen hätten. Im Rahmen der Ausbildung könnten sich die Soldaten auf vieles vorbereiten, „doch zeigt erst der Einsatz selbst, wie ein Soldat in einer Taskforce unter ständig hoher Bedrohung, bei mehr als 40 Grad Außentemperatur in einem staubigen Zelt untergebracht, mehr als sechs Monate bestehen kann“, so Hillermann.

Bürgermeister Detlef Eichinger wies in seinem Grußwort darauf hin, dass „insgesamt fünf Einsatzmedaillen der Stufe ,Gefecht‘ verliehen wurden.“ · sf

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Autofahrerin verletzt sich bei Unfall auf Glatteis schwer

Autofahrerin verletzt sich bei Unfall auf Glatteis schwer

Autofahrerin verletzt sich bei Unfall auf Glatteis schwer
Verkehrsunfall bei Ahausen mit sieben beteiligten Fahrzeugen

Verkehrsunfall bei Ahausen mit sieben beteiligten Fahrzeugen

Verkehrsunfall bei Ahausen mit sieben beteiligten Fahrzeugen
Generalversammlung der Eichenschule Scheeßel zeigt Geleistetes und zukünftige Baustellen auf

Generalversammlung der Eichenschule Scheeßel zeigt Geleistetes und zukünftige Baustellen auf

Generalversammlung der Eichenschule Scheeßel zeigt Geleistetes und zukünftige Baustellen auf
Filmer André Rostov: Mit Kreativität durchs Leben

Filmer André Rostov: Mit Kreativität durchs Leben

Filmer André Rostov: Mit Kreativität durchs Leben

Kommentare