Bürgermeisterin spricht mit Jugendlichen über Abriss der Skateranlage / Neue Geräte kommen, aber wann?

Fazit: Da ist einiges schiefgelaufen

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Visselhövede - Die Diskussion um den Abriss der Skateranlage in Visselhövede ging gestern Nachmittag in eine neue Runde: Wie von den Jugendlichen in der vergangenen Woche gefordertet, stellte sich Bürgermeisterin Franka Strehse in einem Gespräch den Fragen der Skater.

Das Fazit der Aussprache beider Seiten: Im Vorfeld des Abrisses ist einiges schiefgelaufen. „Ja, unsere Kommunikation ist verbesserungswürdig“, gesteht Bürgermeisterin Franka Strehse in einem Gespräch mit der Kreiszeitung. Die Verwaltung hätte ihre Pläne und Gründe für das Vorgehen früher über die Presse oder auch soziale Netzwerke veröffentlichen müssen. Das sieht Gustav Stegmann, stellvertretender Vorsitzender des Präventionsrates, genauso. „Warum denkt man in solchen Situationen nicht daran, erst mit den Betroffenen zu sprechen, zu erklären und dann zu handeln?“, kritisiert er das Vorgehen.

An dem Ergebnis, die Skateranlage abzureißen, hätte eine bessere Kommunikation jedoch nichts geändert, wie Strehse noch einmal deutlich macht. „Darüber gibt es keine Diskussionen“, so die Bürgermeisterin. Dass die Jugendlichen die Anlage über die Sommerferien trotz der Mängel weiter auf eigene Gefahr hätten nutzen können, habe für sie nie zur Debatte gestanden. Denn: „Sind die Geräte nicht sicher, werden sie abgebaut. Wenn da etwas passiert, trage ich die Verantwortung.“

Doch einen Hoffnungsschimmer gibt es für die Skater. In der Aussprache sicherte Strehse ihnen zu, so schnell wie möglich eine neue Anlage zu errichten: „Die Jugendlichen haben nun bis zum Wochenende Zeit, Vorschläge für neue Geräte einzureichen. Ich weiß schließlich nicht, was sie dort haben wollen.“ Die Bürgermeisterin strebt an, bereits in der kommenden Sitzung des Verwaltungsausschusses am 9. Juli über eine Auftragsvergabe zu beraten.

„Da es einen Grundsatzbeschluss gibt, dass die Anlage ersetzt wird, sehe ich die ganze Diskussion recht unaufgeregt“, äußert sich Strehse verständnislos zu den Reaktionen der Visselhöveder. Insgesamt 40.000 Euro seien für Spielplätze im Haushalt eingestellt worden, dazu gehöre auch das Areal für die Jugendlichen. „In diesem Fall bin ich dafür, die Skateranlage mit dem Löwenanteil zu bedenken“, stellt Strehse in Aussicht.

Da erst im vergangenen Jahr ein großer Spielplatz gebaut wurde, sieht die Bürgermeisterin nun die Älteren am Zug: „Da können die kleineren Kinder meiner Meinung nach mal zugunsten der Größeren zurückstecken.“ Gut für die Jugendlichen – doch für Stegmann weiterhin ein unsicherer Posten. „Wenn die Beschaffung aus dem Topf ‚Spielgeräte‘ finanziert werden soll, führt das vermutlich zu Verschiebungen an anderer Stelle. Dies ist hoffentlich schon mit den politischen Gremien abgestimmt, weil sonst schon der nächste Streit programmiert ist“, erklärt er.

Wann die neue Anlage fertig sein soll, darüber herrscht bislang ebenfalls Uneinigkeit. „Die Verwaltung hat zugesagt, dass bis August 2013 neue Geräte auf der Skaterbahn installiert werden. Deshalb ist jetzt die Erwartung sehr hoch, was die Umsetzung angeht“, sagte Stegmann. Bürgermeisterin Strehse bestätigte dies auf Nachfrage jedoch nicht und wollte sich nicht festlegen. Ein Termin, wann die neue Anlage fertig ist, sei ungewiss. Schließlich habe die Verwaltung keinen Einfluss auf die zu erwartenden Lieferfristen ... · dk

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