Erneut Feuer bei Fricke

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Die Feuerwehr war mit rund 100 Kräften aus acht Ortswehren im Einsatz, hinzu kamen etwa 80 Rettungswagen.

Heeslingen - Erneut ist es gestern Abend zu einem Brand bei der Firma Fricke in Heeslingen gekommen. Dabei wurden nach ersten Erkenntnissen 18 Personen verletzt. Sie erlitten offenbar Rauchgasvergiftungen.

Fünf Personen wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Feuerwehr und Rettungsdienste waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Zur Brandursache gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse.

Nachdem es jedoch bereits am vergangenen Donnerstag einen Brand in dem gleichen Gebäude auf dem Fricke-Firmengelände gegeben hatte, muss wohl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von gezielter Brandstiftung ausgegangen werden. Das Feuer war gegen 16.35 Uhr von Mitarbeitern des Granit-Ersatzteillagers entdeckt worden, die daraufhin die Feuerwehr alarmierten. Als diese eintraf, hatte die Sprinkler-Anlage den Brand bereits gelöscht – wie beim letzten Mal. Der Brand brach wiederum im Obergeschoss der Granit-Fachbodenanlage aus, jedoch an anderer Stelle als am vergangenen Donnerstag. Waren es damals Holzfällerhemden, die gebrannt hatten, so handelte es sich diesmal um Aktenordner, die Feuer fingen. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich rund 1000 Menschen auf dem weitläufigen Firmenkomplex, etwa 200 arbeiteten in dem Granit-Ersatzteillager. Die gesamte Belegschaft wurde sofort evakuiert und versammelte sich vor der Tür beziehungsweise im Fricke-Gartenland. Zu diesem Zeitpunkt dachten die meisten noch, es handele sich um eine Übung, wie eine Mitarbeiterin vor Ort erklärte. Dass es schon wieder ein Ernstfall war, hätte niemand aus der Belegschaft für möglich gehalten. Von einer „schlimmen Entwicklung“ sprach Jens Haar: „Wir waren gerade erst mit den Aufräumarbeiten beschäftigt“, so der sichtlich bewegte Firmensprecher, der mitteilte: „Wir sind alle geschockt“. Dass es unter den Mitarbeitern eventuell jemanden gäbe, der den Kollegen oder dem Unternehmen Schaden zufügen wolle, vermochte Haar sich nicht vorzustellen. „Billigend in Kauf zu nehmen, dass Menschen verletzt werden, das ist schlimm“, so der Firmensprecher. Die Mitarbeiter sagten, dies sei ihre Arbeitsstelle und sie wollten ihre Arbeit gesichert haben. Sie hätten kein Verständnis für das Verhalten. „Es fällt schwer, von Zufall oder Fahrlässigkeit auszugehen“, erklärte Haar. Er unterstrich, dass man sich trotz der Größe als Familienunternehmen fühle und betonte nochmals: „Niemand kann diese Entwicklung verstehen“.  js

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