Nachinspektion der Beekeschule sehr positiv / Transparenz, Kommunikation und neue Lernformen

Ergebnis ein gemeinsamer Erfolg

Entspannte Lehrer, gut gelaunte Schüler wie Bart Simpson im neu gestalteten Krankenzimmer: Schulleiterin Elke Oppermann (l.) und Verwaltungschefin Käthe Dittmer-Scheele freuen sich über die positiven Ergebnisse der Schulinspektion.

Scheessel - SCHEESSEL (uhe) · „Froh waren sie alle“, sagt Schulleiterin Elke Oppermann, als die beiden Schulinspektoren vergangene Woche das Ergebnis der zweitägigen Nachprüfung vor dem Kollegium, Schüler- und Elternrat der Beekeschule präsentierten. „Einige der Lehrer haben vor Erleichterung sogar geweint, nach der enormen Anspannung der letzten Zeit.“

Diese Überprüfung war nach den katastrophalen Ergebnissen der letzten Inspektion vor rund eineinhalb Jahren erforderlich geworden, bei der elf von 16 Kategorien moniert worden waren. „Das war das i-Tüpfelchen für die anstehende personelle Veränderung in der Schulleitung“, erinnert sich Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele, und man holte neben der erfahrenen Schulleiterin Elke Oppermann aus Gnarrenburg auch – auf ein Jahr befristet – den Kollegen Sven Evers ins Boot. Gemeinsam mit dem Kollegium haben sie in dieser Zeit eine Menge bewirkt, das bescheinigten die Schulinspektoren unter anderem nach Unterrichtsbesuchen bei 70 Prozent aller Lehrer.

„Förderung der Teamentwicklung im Kollegium“ und „Stärkung der Professionalität der Lehrkräfte“ sind zwei Kategorien, in denen sich die Haupt- und Realschule sogar um zwei von insgesamt vier Stufen verbessert hat. Die befragten Schüler hätten sogar angegeben: „Die Lehrer sind viel relaxter im Unterricht.“ Oppermann, die „mit offenen Armen“ empfangen worden sei, betont: „Ohne das gemeinsame Mitwirken aller und dem allgemeinen Willen zur Veränderung hätten wir das nicht gepackt.“

Nach der Erarbeitung konkreter Zielvereinbarungen und Beratung durch die Landesschulbehörde seien konkrete Maßnahmen unter anderem ein wöchentlicher Präsenztag für die Lehrer mit Klassenkonferenzen und Fachtreffen gewesen, weiterhin Fortbildungen in kooperativen Lernformen und vor allem mehr Transparenz.

Gerade im Bereich der Kommunikation habe sich einiges getan: So werden wöchentlich die neuesten Termine bekanntgegeben, neuerdings auch über Intranet. Die Schüler nutzen das neue Hilfsmittel auch für Hausaufgaben. Überhaupt würden verstärkt neue technische Tools eingesetzt. So soll es demnächst eine „Netbook-Klasse“ geben, bereits genutzt werden einige White boards. „Beim Englischunterricht zum Thema ‚London‘ mal eben mit Einheimischen e-mailen, zwischendurch per youtube eine virtuelle Stadtrundfahrt – einfach genial“, schwärmt Oppermann.

Die „personellen Konsequenzen“, die sie für den Fall einer schlechten Nachprüfung angekündigt hatte, muss sie nicht ziehen. Sie bleibt und hat für die Zukunft viel vor: Profilieren will sich die Schule, konkret geht es um eine Schwerpunktsetzung im naturwissenschaftlichen Bereich. Das weitere Ziel, die Etablierung als Oberschule, berge die Chance besserer Schulabschlüsse und einer höheren Unterrichtsqualität, besonders in Mathematik und Deutsch.

Daneben funktioniere die Kooperation mit der Eichenschule bereits fantastisch – etwa beim erstmalig durchgeführten gemeinsamen „Schnuppertag“ für Viertklässler oder der gemeinsamen Einstellung einer Spanisch-Lehrkraft. „Geplant ist mehr Durchlässigkeit der Schulformen, etwa eine eigene Eingangsklasse für Beekeschüler, weiterhin eine Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen Rotenburg, wo die Schüler in Lehrgängen alle Praxisbereiche durchlaufen.“

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