Die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde feiert in Zeven ihren 175. Geburtstag

Erfolg durch Kundennähe

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Die Vorstände und Vorsitzenden des Verwaltungsrates schrieben an der Erfolgsgeschichte der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde mit sitzend v.l. Dr. Hans-Harald Fitschen, Hermann Luttmann und Wolfgang Schulz, sowie stehend v.l. Jens Wohlers, Werner Neßler, Stefan Kalt, Gerhard Blume, Reinhard Krüger, Peter Mokrus, Wolfgang Lamot und Adolf Jürgens. ·

Kreis Rotenburg - Landrat Hermann Luttmann hat einen Wunsch: Er möchte, dass aus der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde auch vom Namen her eine „Kreissparkasse“ wird. Das äußerte der Vorsitzende des Verwaltungsrates gestern Morgen beim festlichen Empfang zum 175. Geburtstag des Kreditinstitutes, das in der heutigen Form am 1. Januar 2000 aus der Fusion der Kreissparkassen Rotenburg und Bremervörde hervorging. Vorstandssprecher Reinhard Krüger ließ in einem kurzen Abriss vor den Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung die Geschichte des traditionsreichen Unternehmens Revue passieren, die am 30. März 1837 mit der Gründung der „Spar-Casse des Fleckens Bremervörde“ begann.

Knapp ein Jahr später wurde die Fleckens-Sparkasse Rotenburg aus der Taufe gehoben. Bis zum Ende des 19. Jahrhundert kamen sieben örtliche Sparkassen im Gebiet des heutigen Landkreises Rotenburg hinzu, von denen sich sechs im Laufe der Zeit zu den Kreissparkassen Rotenburg und Bremervörde zusammengeschlossen haben. Die vom Kreistag beschlossene Fusion der beiden Kreissparkassen war aus Sicht von Reinhard Krüger „eine weise Entscheidung.“ Mit 17 Geschäftsstellen, rund 500 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 1,7 Milliarden Euro hat sich die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde zum Marktführer im Landkreis entwickelt. Der Erfolg, daran ließ Krüger keinen Zweifel, basiere auf dem Geschäftsmodell, das nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet sei, sondern auf kommunale Bindung, die Verwurzelung in der Region und die Nähe zu den Kunden.

Die Sparkassen seien dem Gemeinwohl verpflichtet, was sich auch im Engagement der seit 25 Jahren bestehenden Sparkassenstiftung ausdrücke, die, erläuterte Mitvorstand Stefan Kalt später, seit der Fusion im Jahre 2000 insgesamt knapp 1,5 Millionen Euro für „gute Zwecke“ zur Verfügung gestellt habe. Hinzu kamen in diesem Zeitraum weitere 2,6 Millionen Euro, die die Sparkasse oben drauf legte. Für die im Jubiläumsjahr ausgeschriebene Förderaktion „50 mal 1750 Euro“ seien bis gestern 350 Anträge eingegangen. Zusätzlich werden dem Landkreis sowie den vier Städten und neun Gemeinden insgesamt 159 000 Euro für die Förderung gemeinnütziger Vereine zur Verfügung gestellt. Die Spendenschecks, so Kalt, werde die Sparkasse im Rahmen der regionalen Aktionstage übergeben. Und noch eins: Die Sparkasse bat im Vorfeld der Jubiläumsfeier darum, etwaig zugedachte Geschenke als Spenden für die Tafeln im Landkreis auszuweisen. Bis gestern seien, so Kalt, 6 520 Euro zusammengekommen.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Sparkasse Rotenburg-Bremervörder machte Vorstandssprecher Krüger an zwei Zahlen deutlich. Seit der Fusion habe das Kreditinstitut rund 30 Millionen Euro an Ertragssteuern abgeführt sowie rund 250 Millionen Euro für Löhne, Gehälter und Beiträgen für die Sozialkassen gezahlt.

Landrat Hermann Luttmann ging in seinem Grußwort auf die von der EU betriebene Abschaffung der Gewährträgerschaft im Jahre 2005 ein. Bei der Gründung der Sparkassen waren die Einlagen dem Zugriff der Gemeinden ausgesetzt. Die 1931 verfügte Gewährträgerschaft schloss, so Luttmann, „eine Heranziehung des Sparkassenvermögens für kommunale Schulden aus.“ Die EU-Kommission befand, dass die mit der Trägerschaft einhergehende Haftung der Kommunen für die Bankgeschäfte gegen den EG-Vertrag verstoße.

„Das traditionelle Verständnis vom Bankgeschäft macht die Stärke der Sparkassen aus“, betonte Verbandspräsident Thomas Mang. Gerade in der Finanzkrise habe sich der konservative Umgang mit den Kundengeldern als Hort der Stabilität bewährt. Insbesondere auch für den Mittelstand. Wenn, wie vorgesehen, „Basel III“ undifferenziert umgesetzt werde, wenn die enorm verschärften Vorschriften hinsichtlich Eigenkapital und Liquidität griffen, dann, so Mang, seien „wesentliche wirtschaftliche Stützpfeiler“ in Gefahr. Mang rief die mittelständischen Verbände auf, „für differenzierte Regeln innerhalb des Basel-III-Paketes zu kämpfen.“ · sf

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