... bei der Landtagswahl im Januar 2013 / 13 Prozent könnten für sie zum Wiedereinzug reichen

Elke Twesten hofft auf ein gutes Ergebnis der Grünen

+
Elke Twesten MdL

Kreis Rotenburg - „Ich bin nicht verbittert“: Elke Twesten aus Scheeßel, die sich beim Landeslistenparteitag der Grünen am Wochenende in Wolfsburg nach diversen Kampfabstimmungen mit Platz 19 zufrieden geben musste, blickt nach eigenen Worten optimistisch nach vorn.

Wenn, wie prognostiziert, die Grünen bei der Landtagswahl im Januar kommenden Jahres auf 13 Prozent kämen, würde der Platz wohl noch zum neuerlichen Einzug ins Landesparlament reichen. Elke Twesten gehört seit 2008 dem Landtag an.

Die Beschlüsse des grünen Parteitages hält sie allerdings für bedenklich. „Die Hannoveraner Verbände sind ganz klar gegen die Fläche gefahren“, sagt Twesten. Diese Entwicklung Stadt gegen Land habe sie bereits vor zehn Jahren kritisiert. Jetzt schaue es so aus, als ob da noch „alte Rechnungen offen gestanden“ hätten. Für die Grünen komme es nunmehr darauf an, „Themen und Personen zusammenzubringen.“ Am regionalen Proporz führe beim Aufstellen einer Landesliste zwar kein Weg vorbei, aber es sei nicht leicht, „Abgeordnete aus anderen Regionen für Themen in der Fläche zu interessieren.“ Dabei sei gerade hier Potenzial für die Grünen vorhanden.

In Wolfsburg hätten sich viele Kandidaten vor allem auf die mittleren Plätze beworben. Dabei hätten sich zunächst überwiegend die mitglieder- und damit delegiertenstarken Verbände Hannover, Göttingen und Weser-Ems mit ihren Kandidaten durchgesetzt. In den Auseinandersetzungen zwischen den mächtigen Regionen war der gesamte Nordosten von Cuxhaven über Verden, Stade und Rotenburg bis in den Lüneburger Bereich hinein über fast zwei Tage hinweg der Verlierer, fasste Elke Twesten in einer Pressemitteilung den Ablauf des Parteitages zusammen.

Schon vor Beginn des Listenparteitages von Bündnis 90/Die Grünen sei klar gewesen, dass es harte Auseinandersetzungen um die aussichtsreichen Plätze geben würde. Als der Nordosten Niedersachsens dann allerdings nahezu vollkommen aus dem Blickwinkel zu geraten drohte, habe Twesten in ihrer Bewerbungsrede für Platz 13 deutliche Akzente in Richtung der aus 186 Delegierten bestehenden Landesmitgliederversammlung gesetzt, heißt es in der Presseverlautbarung. Mit einem starken Regionalvotum seitens der Delegierten von Cuxhaven bis nach Lüchow-Dannenberg habe sie sich am Sonntagmorgen nach dem zweieinhalb Tage währenden Wahlmarathon auf Listenplatz 19 endlich, aber deutlich, gegen eine Konkurrentin aus der Region Hannover durchsetzen können.

Nach den Wahlgängen „hatte ich die Faxen dicke“, bekennt Elke Twesten freimütig im Gespräch mit der RK/VN, „das war schon eine heftige Nummer.“ · sf

Das könnte Sie auch interessieren

Protest gegen Migranten in mexikanischer Grenzstadt Tijuana

Protest gegen Migranten in mexikanischer Grenzstadt Tijuana

Trump besucht Brandgebiet in Kalifornien

Trump besucht Brandgebiet in Kalifornien

Frau stirbt bei Protest gegen hohe Spritpreise in Frankreich

Frau stirbt bei Protest gegen hohe Spritpreise in Frankreich

Tijuana bereitet sich auf Ankunft weiterer Migranten vor

Tijuana bereitet sich auf Ankunft weiterer Migranten vor

Meistgelesene Artikel

Helfer retten Igel

Helfer retten Igel

Mögliche Lösungen gegen Erziehermangel

Mögliche Lösungen gegen Erziehermangel

Elternvertreter organisieren Informationsabend zu Kita- und Schulplänen

Elternvertreter organisieren Informationsabend zu Kita- und Schulplänen

Diebe stehlen vier komplette Lastwagen von Autohof

Diebe stehlen vier komplette Lastwagen von Autohof

Kommentare