Sommerzeit: In der Nacht auf Ostersonntag wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt

Des einen Freud‘, des anderen Leid

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Nicht vergessen!

Rotenburg - Die Sommerzeit hat uns wieder. In der Nacht auf Sonntag rücken um Punkt zwei Uhr die Zeitmesser um eine Stunde vor. Die Nacht wird mithin eine Stunde kürzer ausfallen. Wie gehen die Nachtarbeiter damit um? Wir haben nachgefragt.

„Wer in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag eingeteilt ist, hat ganz einfach Glück“, sagt Manfred Meyer, Geschäftsführer der Visselhöveder Seniorenresidenz „Zur Mühle“. Gleich zwei Altenpflegerinnen sorgen in den beiden Meyer-Häusern auch während der Nacht der Zeitumstellung dafür, dass es den älteren Herrschaften gut geht. „Die Dienstpläne stehen schon lange fest, und ich glaube, dass sich die Kollegen absprechen und jeder irgendwann in den Genuss kommt, mal eine Stunde weniger arbeiten zu müssen“, ist sich Meyer sicher.

Jessica Jahm trifft die Zeitumstellung in der Nacht zum Sonntag besonders hart. Die angehende Bürokauffrau und Mutter jobbt in der Scheeßeler Esso-Tankstelle, meist am Wochenende in der Frühschicht. Normalerweise steht sie am Sonntagmorgen um fünf Uhr am Backofen, um eine Stunde später bei Öffnung genügend Zeit für die Kunden zu haben. Der zu erwartende Feiertagsandrang zu Ostern erfordert allerdings eine Stunde mehr Vorlauf. Dann noch die Zeitumstellung – die Scheeßelerin steht am Sonntag gefühlt um drei Uhr morgens auf der Matte. „Ich brauche wenig Schlaf“, meint Jahm ungerührt, „und gehe etwas früher ins Bett. Den Rest muss halt das Make-Up erledigen“, lacht sie. Der Kontakt mit den Kunden, den sie so schätzt, helfe über die Müdigkeit hinweg. Immerhin: Ihren Hund braucht sie an diesem Morgen ausnahmsweise nicht auszuführen – das erledigt die Familie.

Pastor Thomas Steinke aus Fintel macht die Zeitumstellung nichts aus. Ich habe mich daran gewöhnt, und ich meine, sie hat sich insgesamt bewährt. Ich freue mich auf die Tage, an denen es abends länger hell ist. Dass die Umstellung nun gerade auf Ostern trifft, hat für mich auch einen symbolischen Charakter: Durch die Auferstehung Christi hat eine neue Zeit der Hoffnung begonnen – Hoffnung für mein Leben und Sterben.

Des einen Freud’ sei des anderen Leid. Für die Mitarbeiter aus den medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Teams des Rotenburger Diako, die eine Stunde früher gehen können, müssen die Ablösungen nach einer Stunde weniger Schlaf ihren Dienst beginnen. „Da wird einigen Mitarbeitern das Aufstehen nach einer so kurzen Nacht sicherlich sehr schwer fallen“, schreibt Diako-Pressesprecherin Petra Perleberg.

„Die bevorstehende Zeitumstellung sollte wieder problemlos verlaufen, denn den Kühen macht es nichts aus, wenn sie früher gemolken werden“, meint Frank Cordes aus Reeßum. Der Landwirtschaftsmeister betreibt zusammen mit seiner Ehefrau Marina sowie der Familie Tietjen den Milchhof Reeßum KG. Jeden Tag geben dort die knapp 200 Kühe rund 5 000 Liter Milch. Wenn im Herbst die Uhr zurückgedreht wird, sieht es etwas anders aus. Damit die Schwarzbunten nicht zu langen warten müssen, erfolgt die Umstellung dann schrittweise. · jw/hey/hr/ho/go

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