Rotenburger Feuerwehr probt am Gemeindehaus den Ernstfall

Eine lebensnahe Übung  

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Ein Feuerwehrmann rettet ein Mädchen unverletzt aus dem vermeintlich brennenden Gebäude. Zugführer Bastian Niewandt zeigt ihm, wo die Eltern warten. - Fotos: Goldstein

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. „Ich habe wirklich geglaubt, dass es im Gemeindehaus brennt. Das ist verdammt lebensnah, was hier abläuft“, sagt staunend ein Spaziergänger, der am Donnerstagabend gegen 19.30 Uhr zufällig das Geschehen am Kirchhof Geschehen beobachtet. Er hatte soeben erfahren, dass es sich um einen Übungseinsatz der Freiwilligen Feuerwehr handelt.

So beginnt das Szenario, das sich Zugführer Bastian Niewandt ausgedacht hat, um das Zusammenspiel der Leute seines Zuges zu überprüfen: Die Einsatzkräfte sehen bei ihrem Eintreffen, wie dicke Nebelschwaden aus Türen und Fenstern des Gemeindehauses der Rotenburger Stadtkirche steigen. Im Haus selbst ist die Sicht durch den Nebel, der den Brand in der Küche neben dem Saal verdeutlichen soll, sehr eingeschränkt. Dem Szenario nach fand dort gerade eine Party statt.

„Die meisten Teilnehmer der Fete haben das Gebäude bereits verlassen können“, informiert der Zugführer beim Eintreffen der Einsatzkräfte. Allerdings sollen sich noch sieben Menschen im Gebäude aufhalten, die gesucht und gerettet werden müssen.

Jede Sekunde zählt. Die Feuerwehrleute bereiten nach dem Eintreffen schnell die Rettung vor.

Die entschlossenen Gesichter der Einsatzkräfte zeigen, dass sie diesen Übungseinsatz sehr ernst nehmen. Schnell übernimmt jeder seine Aufgabe, die immer wieder geübten Handgriffe sitzen, schnell sind die Löschschläuche verlegt und an der Wasserversorgung angeschlossen. Währenddessen haben sich die Spezialisten mit den Atemschutzgeräten zur Suche nach den vermissten Personen ins verqualmte Gebäude begeben. Die Devise: erst Leben retten, dann den Brand bekämpfen. „Solche Übungsszenarien gehören zum Einmaleins eines jeden Feuerwehrmannes im Einsatz“, so Niewandt.

Mit der Drehleiter rettet der Feuerwehrmann einen Dummy aus einem Fenster im Obergeschoss.

Mit der Drehleiter retten die Feuerwehrleute zunächst zwei Menschen aus der oberen Etage durch das Fenster. Auch die weiteren Vermissten werden zügig gefunden und ins Freie geführt. Erst danach beginnen die Löscharbeiten, und schon bald heißt es: „Feuer aus!“ Nach rund zwei Stunden ist der Übungseinsatz beendet.

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