Blutspendetermin in den BBS / Und dann versagt die Spülmaschine ...

Eine große Herausforderung

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Den Fachschülern in der Küche macht die Arbeit Spaß.

Rotenburg - Von Guido MenkerSie hatten sich ausgezeichnet vorbereitet. Zwei Wochen lang. Sie hatten sich intensiv mit dem Thema Blut auseinandergesetzt und auch alles getan, um für den zweitägigen Blutspendetermin in den Berufsbildenden Schulen (BBS) Rotenburg ein schmackhaftes und vor allem ausgewogenes Büfett auf die Beine zu stellen. Eine große Herausforderung für die 24 Teilnehmer der einjährigen Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege. Und tatsächlich: Alles lief prima – doch dann versagte die Spülmaschine ...

„Du lernst fürs Leben und nicht für die Schule.“ Diesen Satz bekommt wohl jeder Abc-Schütze mit auf den Weg, wenn er sich zum ersten Mal mit Ranzen und Schultüte auf den Weg macht. Und an diesen Satz werden sich die fleißigen Helfer, die eine solche Blutspende in der Berufsschule erst möglich machen, garantiert erinnert haben. „Für diese Klasse ist dieser Termin ein großes Projekt – und ein solcher Zwischenfall entspricht schließlich der Realität“, sagte Gisela Renz-Knappik, die sich als Lehrerin um die Aktion kümmerte. Ein solcher Ausfall bringe den Plan durcheinander, erfordere Flexibilität und Improvisationstalent. Die Schüler müssten sich und den Ablauf neu organisieren – und am Ende seien Freiwillige erforderlich, die den Abwasch per Hand erledigten.

Kein Problem für die engagierten jungen Männer und Frauen. Doch nicht alle standen in der Küche, einige von ihnen hatten sich für die Betreuung der Spender zur Verfügung gestellt, wie Renz-Knappik im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte.

Die Blutspende an den BBS hat inzwischen Tradition. Zum 15. Mal schon waren die Schüler aufgefordert, sich daran zu beteiligen – und erneut waren viele Erstspender mit von der Partie. Das DRK-Blutspende-Team kümmerte sich mit acht Laborkräften und drei Ärzten um den reibungslosen Ablauf. Für jeden Freiwilligen nahm die Prozedur rund eine Stunde in Anspruch. Das komplette dritte Stockwerk im Bereich der Hauswirtschaft war von der Schule zur Verfügung gestellt worden. Andreas Mohrmann vom DRK zeigte sich begeistert: „Wir sind gerne hier, schließlich hatten die BBS einst eine Vorreiterrolle mit diesem Termin eingenommen.“

Mittlerweile habe das Projekt Schule gemacht. Auch in vielen Gymnasien habe es bereits solche Angebote gegeben – doch wegen des verkürzten Abiturs fielen diese jetzt weg. Denn das vollendete 18. Lebensjahr ist eine Voraussetzung für die Blutspende. „Natürlich wird die Fachklasse diese zwei Tage auch nachbereiten“, so Renz-Knappik, während Elli Döbler und Ute Warncke in der Küche Regie führten und es sich die Spender in der Caféteria schmecken ließen. Schließlich lernen die Schüler fürs Leben. Immerhin: Es dauerte nicht lange, dann war die Spülmaschine repariert ...

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