Verwaltung legt Haushaltsplan vor / Investitionen ohne Kreditaufnahme

Eine ausgeglichene Sache

Stellten gemeinsam das Zahlenwerk vor: Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (l.) und Kämmerin Doreen Rönckendorf. ·
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Stellten gemeinsam das Zahlenwerk vor: Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (l.) und Kämmerin Doreen Rönckendorf. ·

Scheessel - Seit Mittwochabend befassen sich die Politiker der im Scheeßeler Gemeinderat vertretenen Parteien mit dem Haushaltsplan für 2012, der letztlich in der Sitzung Ende März mit allen möglichen Änderungsvorschlägen verabschiedet werden soll. Zum Auftakt der Sitzung des Finanzausschusses gab es zunächst einmal eine erfreuliche Mitteilung der Verwaltung: Dank positiver Erträge bei den Steuereinnahmen aus 2011, ist der diesjährige Haushalt augeglichen, eine Kreditaufnahme somit nicht erforderlich.

Und in diesem Haushaltsentwurf mit seinem Gesamtvolumen von 18,1 Millionen Euro sieht man auch, dass die Verwaltung recht ehrgeizig an das Projekt Ortskernentwicklung herangegangen ist.

So sind sämtliche Maßnahmen für die neue Ortsmitte im Finanzplanungszeitraum aufgenommen, allein 400 000 Euro sollen in die Umgestaltung des Platzes an der Zevener Straße fließen. „Unter der Voraussetzung, dass für die Projekte weitere Fördermittel bereitgestellt werden, können wir diese Finanzierung wohl ganz ohne Kredite durchführen“, erklärte Kämmerin Doreen Rönckendorf.

Noch sind es auch eher Schätzungen, die sie mit den Fach-Verwaltungen hier vorgenommen hat. Demnach belaufen sich die Investitionskosten auf 4,1 Millionen Euro. Da sind für den Ausbau von zwei Naturwissenschaftsräumen an der Beeke-Schule zum Beispiel 200 000 Euro eingeplant. Für die Ausstattung der Straßenbeleuchtung mit LED-Lampen sind für die kommenden Jahre 586 500 Euro eingestellt, 647 700 Euro könnten in das Feuerwehrhaus Hetzwege fließen, teurer wird die Investition in den Schmutz- und Regenwasserkanal sowie für den Straßenausbau am Vahlder Weg und an der Straße „Am Bahnhof“ mit 1,997 Millionen Euro (Zuschüsse: 681 900 Euro).

Kämmerin Rönckendorf und ihr Team haben auf 433 Seiten alle Zahlen über Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde genau aufgelistet. Dabei findet auch die Bezuschussung der Scheeßeler Ortsräte Erwähnung, deren Fortführung von allen Mitgliedern begrüßt wurde.

Signifikant: Die im Ergebnishaushalt aufgeführten Personalkosten bewegen sich auf einem steigenden Niveau. Auf Nachfrage einiger Ausschussmitglieder, meinte Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele: „Die Steigerung hängt mit dem Bereich Kinderbetreuung zusammen, der inzwischen knapp 40 Prozent unserer Gesamtpersonalkosten ausmacht.“

Bevor der Gemeinderat endgültig den Haushalt verabschiedet, sind zunächst alle Fachausschüsse an der Reihe, beraten über die Punkte im Etat, die sie betreffen. Diese Ausschuss-Sitzungen sind durchweg öffentlich; und dort steht meist nicht nur der Haushalt auf der Tagesordnung.

Den Anfang macht am kommenden Montag, 5. März (wie alle Sitzungen ab 19.30 Uhr), der Ausschuss für Feuerwehr und öffentliche Ordnung. Es folgen der Schulausschuss (6. März.), Ausschuss für Hoch- und Tiefbau, Planung und Umwelt (7. März.), Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales und Sport (13. März) sowie der Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus, Kultur- und Heimatpflege (14. März). · lw

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