Ortsrat Jeersdorf vermisst Bürgernähe des Fachausschusses

Die Eiche fällen oder nicht?

Susanne Nerkada (l.) erklärte den Ortsrats- und Verwaltungsratsmitgliedern, warum sie die Eiche weg soll ·
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Susanne Nerkada (l.) erklärte den Ortsrats- und Verwaltungsratsmitgliedern, warum sie die Eiche weg soll ·

Jeersdorf - Zu beiden Seiten der Jeersdorfer Eichenallee wurden einst in Eigeninitiative der Bürger zahlreiche Eichen in regelmäßigen Abständen angepflanzt. Eine dieser Bäume vor dem Grundstück der Familie Nekarda gerät nun in das Licht der Öffentlichkeit: Er soll auf Wunsch der Familie entfernt werden, weil er die direkte Einfahrt von der Eichenallee in ein Doppelcarport behindert.

Diesem Antrag zur Baumfällung konnte der Jeersdorfer Ortsrat (OR) jedoch in einer öffentlichen Sitzung nicht entsprechen und empfahl dem Bau- und Planungsausschuss mit acht Ja- und einer Nein-Stimme, die Eiche stehen zu lassen. Der Fachausschuss setzte sich jedoch über diese Empfehlung hinweg und votierte für die Fällung des Baumes.

Am Dienstag fanden sich nun Ortsrats- und Verwaltungsratsmitglieder vor Ort ein, um Argumente pro und kontra auszutauschen. Ortsbürgermeister Detlev Steppat: „Unsere Mehrheitsempfehlung besteht nach wie vor, die Eiche stehen zu lassen. Würde sie entfernt, kämen sofort weitere Anträge auf uns zu.“

Daniela Schindler (OR) zog einen Planungsfehler des Architekten in Betracht, woraufhin Johann Gerken (OR) ergänzte: „Aufgrund der Carport-Konstruktion ist hier jederzeit eine seitliche Einfahrt möglich.“ Seitens des Ortsrates wurde die vielzitierte Bürgernähe bei der „neuen Regierung“ vermisst.

Eine von Jürgen Wahlers (OR) und Grundstückseigentümerin Susanne Nekarda ins Spiel gebrachte um zwei Meter versetzte Neuanpflanzung scheint wegen der Nähe zu einer Alt-Eiche nicht möglich. „Bei einer Baumfällung befürchte ich eine Präzedenzwirkung in der gesamten Gemeinde“, so Käthe Dittmer-Scheele.

Das letzte Wort hat der heute tagende Verwaltungsausschuss. · hu

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