Freunde alter Landmaschinen Sottrum laden zum Tag der offenen Tür ein

Dreschfest soll nostalgisches Handwerk lebendig halten

Bernd Hüsing (r.) und Vereinsvorsitzender Hermann Bruns mit einem im Bau befindlichen Göbel. ·

Sottrum - Wie zu Großvaters Zeiten das Korn geerntet wurde, das zeigen die Freunde alter Landmaschinen Sottrum während des Dreschfestes am Sonntag, 31. Juli, in der Zeit von 10 bis 18 Uhr vor und in der Halle auf ihrem Vereinsgelände im Gewerbegebiet Barkhof. „Wir möchten unsere umfangreiche Sammlung von historischen Geräten aus der Landwirtschaft und des täglichen Gebrauchs im Haushalt vor mehr als einem halben Jahrhundert vorstellen“, erklärt Hermann Bruns, Vorsitzender des 47 Mitglieder zählenden Vereins.

Seit einigen Jahren veranstalten die Freunde alter Landmaschinen alle zwei Jahre das Dreschfest als Tag der offenen Tür, um den nachfolgenden Generationen die historische Technik zu vermitteln. Das Programm mit Ausstellungen und Aktionen rund um die Heuernte biete Abwechslung für die gesamte Familie, sind die Veranstalter überzeugt.

So wird historische Landtechnik von Schleppern der Marken Porsche, Lanz, Fendt und Deutz über Dreschmaschinen aus den 50er Jahren bis hin zum Dreschen mit dem Dreschflegel präsentiert. Anschließend wird das ausgeschlagene Getreide mit einer Staubmühle gereinigt und in Säcke gefüllt. In Vorführungen werden die Mitglieder zeigen, wie man früher die Räder von Ackerwagen neu aufzogen hat, wie die Menschen anno dazumal das Heu geerntet und das Korn gedroschen haben. Am Vormittag um 11 Uhr und am Nachmittag um 15 Uhr werden jeweils zwei Ackerwagenräder neu aufgezogen.

Mit den Jahren bildet sich Rost zwischen den Holzrädern und den eisernen Radreifen. Dann muss letzterer abgezogen und vom Rost gesäubert werden. Dabei wird der Reifen gekürzt, neu zusammengeschweißt, im Feuer erhitzt und neu zusammenmontiert.

Überdies werde es den Organisatoren zufolge an dem Tag eine Menge zu entdecken geben, darunter die umfangreiche Ausstellung in der ersten Etage der Halle, in der die Vereinsmitglieder historische Gebrauchsgegenstände aus dem Haushalt zusammengetragen haben.

Neben den Demonstrationen alter Landtechnik organisiert der Rassekaninchenzuchtverein F359 Sottrum eine Schau mit seinen Tieren. Ferner wird der Verein Baggermodelle und Dampfmaschinenmodelle aus unterschiedlichen Epochen zeigen, die der Rotenburger Horst Beinlich gesammelt hat und ausstellen wird. Zudem unterhält der Heimat- und Trachtenverein Börde Elsdorf das Publikum mit einigen Volkstänzen, und die Jugendfeuerwehr Sottrum fährt unter der Leitung von Jugendfeuerwehrwart Ingo Fischbach mit einem historischen Löschfahrzeug vor – und zwar mit einem Magirus-Deutz LF16 TS aus dem Jahr 1961. Für Kinder und Jugendliche bieten die Nachwuchsbrandschützer zahlreiche Wasserspiele an. Auch für das leibliche Wohl ist mit Bratwurst, Pommes Frites, Backkartoffeln, Kaffee und Kuchen sowie Getränken gesorgt. · woe

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Ein paar Prozent Ungeimpfte bleiben

Ein paar Prozent Ungeimpfte bleiben

Ein paar Prozent Ungeimpfte bleiben
Visselhöveder Familie bangt um das Leben ihres Hundes

Visselhöveder Familie bangt um das Leben ihres Hundes

Visselhöveder Familie bangt um das Leben ihres Hundes
Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes in Sottrum

Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes in Sottrum

Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes in Sottrum
Der Mut zu Veränderung: „Out in Church“ ist auch bei Rotenburger Katholiken Thema

Der Mut zu Veränderung: „Out in Church“ ist auch bei Rotenburger Katholiken Thema

Der Mut zu Veränderung: „Out in Church“ ist auch bei Rotenburger Katholiken Thema

Kommentare