Veesbook macht Westerveseder Geschichte(n) greifbar / Provisorische Internetseite steht im Netz

Drehort Dorfgemeinschaftshaus

Die 83-jährige Lisa Wichern vom Jokershof zeigt ihren Nachbarinnen Hanna Frick (14 Jahre) und Milena Bassen (zwölf Jahre, r.), Jugend- und Familienbilder.

Scheessel - WESTERVESEDE · Noch nicht einmal ein halbes Jahr ist vergangen, seit ein gutes Dutzend Westerveseder Bürger das Veesbook ins Leben gerufen haben – ein Projekt, um eine Chronik des Ortes in moderner Form zu erstellen und Geschichte wie Geschichten auf den Grund zu gehen.

Seitdem ist eine Menge passiert: Seit einigen Wochen ist die provisorische Website veesbook.net online. Dort finden sich neben Erklärungen zu den Vereinszielen und Vorhaben bereits erste Inhalte: Wer in den Rubriken Archivierung, Fotos oder Karten stöbert, stößt auf erste Fotos, eine Katasteramtskarte von 1874 und oder Familiendatenblätter. Aber auch der erste Bericht ist schon zu finden: „Erinnerungen aus dem Forsthaus“ hat Fritz Meyer zu Papier gebracht. Auch die gesamte Chronik der Westerveseder Grundschule haben die rührigen Mitglieder bereits eingescannt. „Langfristig ist die Website als interaktive Landkarte geplant“, verrät Schriftführerin Kerstin Brockmann, „aber so weit sind wir noch nicht, vorerst arbeiten wir noch an der Finanzierung.“ Das Interesse der Bürger am Geschichtsvorhaben sei groß – so hätten sich bei einer Präsentation mit Diashow am Mühlentag spontan viele Einwohner gemeldet, die zu einzelnen Fotos etwas beitragen können. „Anhand der Fotos konnten sich viele an Begebenheiten erinnern“, freut sich Brockmann – gefundenes Fressen für die „Geschichtensammler“. Die wollen in der nächsten Zeit auch mit der Videokamera jagen gehen. „Da gibt es noch viel Spannendes zu verfolgen, zum Beispiel die Tatsache, dass das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) in den 60er Jahren schon mal Drehort für einen Film war. Der Streifen hieß ‚Das Fräulein‘ – Einige konnten sich noch an die Filmaufnahmen erinnern.“ Um den Kontakt zwischen den verschiedenen Generationen zu fördern, sollen auch Senioren von Kindern interviewt werden. Weitere Ideen: „Viele Höfe haben bestimmt eine spannende Geschichte zu erzählen“, meint Brockmann. Der von ihrer Familie bewohnte wurde beispielsweise als Mitgift in Hemslingen ab- und in Westervesede wieder aufgebaut. Und schließlich hätten auch die ortsansässigen Unternehmen Wissenswertes zu erzählen. Wer hätte beispielsweise gewusst, dass Polsterungen für einen Sylter Gourmettempel von einem Raumausstatter des Veese-Orts stammen? Ob Veesbook bald auch auf Facebook vertreten ist? Dazu Brockmann: „Nichts ist unmöglich. Aber zuerst möchten wir es auf sichere Beine stellen.“ Weiterhin sei ein Workshop zu Veeswiki geplant, damit wie beim „großen Bruder“ Wikipedia alle Veeser selbst Texte und Anmerkungen online stellen können. Die nächste Mitgliederversammlung, zu der auch Interessierte eingeladen sind, steht am morgigen Donnerstag um 19.30 Uhr im DGH in Westervesede an. · uhe

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