Bürger bringen Ideen zur Zukunft der Anlage auf den Tisch / Blühstreifen favorisiert

Diskussion über Dreschplatz

Gute Beteiligung an der Gesprächsrunde zum Thema „Am Dreschplatz.“ ·
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Gute Beteiligung an der Gesprächsrunde zum Thema „Am Dreschplatz.“ ·

Jeersdorf - Das Interesse an der Zukunft des Jeersdorfer Dreschplatzes ist groß. Und so waren mehr als 30 Teilnehmer, darunter vorwiegend Anlieger, der Einladung des Ortsrates gefolgt, um den Mandatsträgern ihre Vorschläge zu unterbreiten, wie man die seit Jahren in einem ungepflegten Zustand befindliche Grünanlage im Baugebiet Rübenkamp künftig wieder aufwerten könne.

Jahrelang hatten die Anlieger den 1995 von der Gemeinde als sogenannte Grün-Ausgleichsfläche angelegten Platz in Eigenregie gepflegt. Die Gemeinde selbst, erklärte Ortsbürgermeister Detlev Steppat in seiner Moderation, übernehme für die Instandhaltung keine Kosten. Für derartige Aufwendungen könne man sich jedoch aus dem Gesamtetat der Ortsratsmittel von jährlich 11 000 Euro bedienen.

Die von einem Neubürger, ebenfalls Anlieger des Platzes, ins Spiel gebrachte erneute gemeinsame Privataktion stieß jedoch schnell auf die Skepsis der älteren Anlieger. „Wir haben die Pflege des Dreschplatzes durchweg zweimal im Jahr gemacht“, so eine Anwohnerin, „können jedoch seit einiger Zeit der Situation nicht mehr Herr werden, weil die Büsche und Sträucher dermaßen hoch gewachsen und verstrüppt sind.“

Nach Auskunft von Ortsratsmitglied Johann Gerken liege die Problematik auch darin, dass sich eigentlich die Anwohner des gesamten Baugebiets an den Arbeiten beteiligen müssten. „Das ist aber nach Lage der Dinge nicht mehr erreichbar“, sagte der Jeersdorfer, der dafür plädierte, einen Radikalschnitt der Anlage ins Auge zu fassen und den Dreschplatz eventuell mit Blühstreifen zu bepflanzen.

Jürgen Wahlers vom Ortsrat stellte fest: „Ich habe seinerzeit fünf Gärtner wegen der Pflege angesprochen, und wir erhielten nur zwei Angebote, die zwischen 250 und 450 Euro monatlich lagen. Bis zum Jahr 2012 nutzten wir das günstigere Angebot der gärtnerischen Pflege, kamen dann aber zu der Überzeugung, dass das vom Ergebnis und den Kosten her für die Ortschaft nicht mehr tragbar sei. Wo wollen wir nun hin?“ Eine Blumenwiese, das habe die Erfahrung gezeigt, müsse abgezäunt werden – vielleicht wäre auch ein Gemeinschaftsplatz die Lösung.

Fast eindeutig ging aus den Stellungnahmen der Bürger hervor, dass man eine private ehrenamtliche Pflege des Dreschplatzes nicht mehr leisten könne und wolle. Stattdessen sprachen sich die Anliegers tendenziell dafür aus, zunächst einen Radikalschnitt durchzuführen, um anschließend einen Blühstreifen anzulegen.

Ob es bei diesem Bürgerwunsch bleibt, entscheidet sich am Mittwoch kommender Woche. Dann nimmt sich der Ortsrat in seiner nächsten Sitzung im Jeersdorfer Hof des Themas an. · hu

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