Buchhandlung van der Pütten zeigt Fotoserie von Nikolai Keller

„Die Lesenden“ sitzen im Schaufenster

Heike van der Pütten und Nikolai Keller mit einigen Bildern.
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Heike van der Pütten und Nikolai Keller mit einigen Bildern.

Sottrum - Die Fotografien von Nikolai Keller zeigen Modelleisenbahnfiguren in ungewohntem Kontext und überraschenden Perspektiven – und nun sind sie auch in der Buchhandlung van der Pütten zu sehen. Irritierend und oft zum Schmunzeln anregend  deckt der Jugendliche die Begrenztheit des alltäglichen Erfahrungsraumes auf und führt den Betrachter in neue Wahrnehmungswelten, heißt es in einer Pressemitteilung.

In der Serie „Die Lesenden“ begegnen die Betrachter zwei betagten Wesen, tief in ihre Bücher versunken, den Blick an Orte führend, die normalerweise nicht eine derart große Aufmerksamkeit bekommen. Sie ermöglichen es gleichsam, einen Ausstieg aus dem Alltagsgeschehen zu vollziehen.

Die Schau in der Buchhandlung ist für Nikolai Keller übrigens nicht die erste Ausstellung. Mit zwölf Jahren bekam der Schüler des Gymnasiums in Sottrum seine erste kleine Digitalkamera in die Hände. Seitdem ließ ihn das Fotografieren nicht mehr los. Heute hat er natürlich eine neue, bessere Kamera, die es ihm ermöglicht ganz nah an seine Objekte heran zu gehen und seine Sicht der Dinge festzuhalten.

Er setzt dazu kleine Figuren aus dem Modelleisenbahnbau in die große Welt. Es ist nicht wie im Miniaturwunderland in Hamburg, wo auch die umgebenden Gebäude und Landschaften minimiert sind, nein, er nimmt Gegenstände aus dem täglichen Leben in realer Größe und konfrontiert seine kleinen Menschen damit. Spätestens in dem Bild mit dem Lesenden auf dem Computer lässt sich erahnen, dass dort zwei Zeitströme aufeinander treffen, die gar nicht so weit voneinander entfernt sind, wie der Betrachter glauben könnte. „Denn hat nicht schon mit dem Aufkommen der Bücher eine Entwicklung begonnen, die es dem Menschen ermöglichte, sich zu den Anforderungen des realen Lebens eine Parallelwelt zu erschaffen, ein ‚second life‘?“, schreibt der Fotograf.

Insofern stecke in den Fotografien des Künstlers auch eine jugendliche Antwort auf einen gängigen Vorwurf, sie entzöge sich mit Computerspielen dem gegenwärtigen Zeitgeschehen. Wie genau diese aussieht, können Interessierte noch bis Anfang Februar in der Buchhandlung begutachten.

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