Drei ehemalige Eichenschüler engagieren sich für Opfer der Taifun-Katastrophe / Eigenes Hilfsprojekt in Planung

„Die Hauswände sind einfach eingestürzt“

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Bilder wie diese sind es, die Johannes, Jan-Patrick und Simon dazu ermutigt haben, selbst in der Opfer-Hilfe aktiv zu werden. ·

Scheessel - Betroffen blicken Johannes Krause, Jan-Patrick Ostrowski und Simon Herker auf die verheerenden Folgen der Taifun-Katastrophe auf den Philippinen. Nach ihrem Abschluss an der Eichenschule haben die drei Freunde von 2009 bis 2010 selbst ein Jahr auf der Inselgruppe im Pazifik zugebracht – als Freiwillige des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED, heute GIZ).

„Wir haben dort viele bereichernde persönliche Erfahrungen und neue Freunde gewonnen“, erzählt Simon, der gemeinsam mit Jan-Patrick in der nun besonders stark vom Taifun „Haiyan“ betroffenen Region 8, eine aus zwei großen Inseln (Leyte und Samar) bestehende Region in den Zentralphilippinen lebte, während Johannes etwas weiter westlich, auf Negros, wo besonders im Norden ebenfalls enorme Schäden zu bedauern sind, untergebracht war.

Noch heute haben die ehemaligen Eichenschüler regelmäßigen Kontakt in die Region. „So konnten wir von Bekannten direkt nach dem Taifun erste Berichte über die Situation vor Ort erhalten“, schildert Simon. Er liest aus einer E-Mail vor, die ihm Leanne, eine 22-jährige Studentin, hat zukommen lassen: „Die Hauswände sind einfach eingestürzt, obwohl sie aus festem Zement bestanden. Wir dachten, das war es. Entweder würden wir von der Flut mitgerissen oder an Kälte erfrieren. Das einzige, was meine Mutter retten konnte, waren ihr Telefon, ihr Ausweis und ein Koffer. Wir danken Gott dafür, dass wir noch leben und beten weiterhin für Tacloban City.“

Fast zwei Wochen nach der Taifun-Katastrophe warten Hunderttausende nach wie vor auf Nahrung, sauberes Wasser und ein Dach über dem Kopf. Von vielen anderen Bekannten wissen die jungen Männer bis heute nicht, ob sie überlebt haben. „Manche Helfer vor Ort fühlen sich an das Chaos nach dem Tsunami von 2004 erinnert. Bilder belegen, dass über 80 Prozent einiger Städte zerstört wurden“, sagt Simon.

Angesichts der Tragödie, der noch länger andauernden Nothilfe und der enormen Herausforderungen eines Wiederaufbaus von städtischen Strukturen sind die Drei zum Spenden motiviert. „Wir geben hiermit eine Spendenempfehlung für Unicef ab – wohlwissend, dass auch viele andere Organisationen gute Arbeit leisten, für die es sich zu spenden lohnt“, so Simon. „Von dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen wissen wir, dass sie mit nationalen Personen vor Ort sind und dass Hilfsgüter vor Ort gekauft und verwendet werden.“

In naher Zukunft, sobald es die Strukturen vor Ort wieder zulassen, wollen Johannes, Jan-Patrick und Simon eigener Auskunft nach auch selbst ein kleines langfristiges Projekt mitgründen und fördern. „Auch jetzt schon leiten wir Spenden an Bekannte vor Ort weiter. Gerne können Sie uns kontaktieren“, teilt das engagierte Trio mit.

Weitere Informationen sind im Internet erhältlich. · lw

http://www.philippinenspenden.de

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