Rotenburger Stadtradeln: Die ersten 42 Teams sind gemeldet

Der Start rückt näher

Das Stadtradeln geht in die sechste Runde. ADFC-Vorsitzender Manfred Petersen (l.) und Bürgermeister Andreas Weber sind mit von der Partie, Anke Jacobs (2.v.l.) und Andrea Rieß koordinieren das Ganze. 
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Das Stadtradeln geht in die sechste Runde. ADFC-Vorsitzender Manfred Petersen (l.) und Bürgermeister Andreas Weber sind mit von der Partie, Anke Jacobs (2.v.l.) und Andrea Rieß koordinieren das Ganze. Foto: Beims
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Rotenburg – Es ist ein neuer Rekord, den das Stadtradeln 2020 bereits jetzt aufgestellt hat, dabei hat es noch nicht mal begonnen. 1 170 Kommunen haben sich bisher bundesweit dafür angemeldet, das ist jede fünfte und „außergewöhnlich“, sagt Bürgermeister Andreas Weber (SPD) während eines Pressegesprächs im Rathaus – und natürlich ist auch Rotenburg wieder mit von der Partie beim nunmehr sechsten Stadtradeln. Etwas anders als sonst, bedingt durch die geltenden Regeln zur Eindämmung des Coronavirus, aber dennoch dabei. Los geht es am 5. Juli, wie Koordinatorin Andrea Rieß am Donnerstag verkündet. Ende des Stadtradelns ist dann am 25. Juli.

Im Rathaus herrscht Freude darüber, dass es trotz Corona losgehen kann und die Radler wieder ihre Kilometer eintragen können. Aber auch ein wenig Wehmut ist dabei, wenn Bürgermeister Andreas Weber (SPD) und Manfred Petersen, Vorsitzender des Kreisverbandes Rotenburg des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), von den Regeln berichten, an die sich die Teilnehmer halten müssen. Demnach wird es in diesem Jahr keine Gruppentouren geben und nach aktuellem Stand dürfen die Fahrradfahrer nur maximal mit zwei Haushalten unterwegs sein. Es wird also keine zentrale Veranstaltung vom ADFC diesmal geben, auch nicht die beliebte Auftakttour oder die gemeinsame Ausfahrt am Ende. „Der ADFC geht sehr verantwortlich mit der Situation um“, lobt Weber.

Knapp zwei Wochen vor dem Start haben Rieß und ihre Kollegin Anke Jacobs, die die Sponsorenarbeit übernimmt, gut zu tun. Insgesamt 42 Teams hatten sich bereits bis zum vergangenen Donnerstag aus Rotenburg und den zugehörigen Ortschaften gemeldet. Das ist gut die Hälfte von denen, die sonst gemeldet sind – und erfahrungsgemäß wird sich da in den kommenden Wochen bis zum Start noch einiges tun. 231 Fahrer wollen bislang dabei sein, darunter sind bereits vier Bewerbungen für den Stadtradel-Star eingegangen. Fünf dürfen in diesem Jahr insgesamt dabei sein.

Erstmals sind zwei Schülerinnen bei den Stars mit von der Partie: Die Jugendlichen haben zwar noch keinen Führerschein und können daher ihre Autoschlüssel nicht abgeben, wollen aber alles mit dem Fahrrad erledigen und auch gänzlich auf Bus und Bahn verzichten. Für Petersen ist es ein großes Anliegen, dass Schüler bei solchen Aktionen mitmachen, daher freue er sich besonders, dass sie Stadtradel-Stars stellen. „Das ist toll, letztes Jahr waren auch viele Schüler dabei.“ Wenn Grundschulen dazu aufrufen, mache meist die ganze Familie mit. Zusätzlich haben sich zwei Männer als Stadtradel-Stars gemeldet. „Sie werden kein Auto von innen sehen – auch nicht als Mitfahrer“, wie es Rieß formuliert. Seit zwei Tagen hängen zudem die Banner zum Event aus, die „Vorfreude wecken sollen“, so Rieß.

Unter den teilnehmenden Gruppen sind bisher vier Vereine, 13 Unternehmen, drei Schulen beziehungsweise Kindergärten und viele Privatpersonen. Gerade die Unternehmen seien interessant, sind sich alle einig, Kollegen, die sich zusammengetan haben und dabei sein wollen. Dabei können sie sich durchaus untereinander sportliche kleine Wettkämpfe liefern, denn jetzt sind auch Unterteams in den einzelnen Gruppen möglich. „Da herrscht ein Gemeinschaftsgefühl unter den Mitarbeitern – und es ist Werbung für die Unternehmen“, sagt Rieß. „Es ist identitätsstiftend“, so Weber.

Aber auch sonst habe das Stadtradeln viele positive Aspekte, die der Verwaltungschef nie müde wird, jedes Jahr aufs Neue zu betonen: Da ist zum einen der Klimaschutz, indem jeder so wenig Kohlendioxid wie möglich produziert. Da ist die eigene Gesundheit sowie die Gemeinschaft und Kommunikation untereinander. Aber auch die Verkehrswende ist ein wesentlicher Faktor. „Rotenburg wird immer wieder positiv dargestellt mit diesem Projekt und es zeigt, dass wir zukunftsorientiert sind, dazu machen wir uns seit sechs Jahren intensiv Gedanken, dass die Menschen viel öfter das Fahrrad nutzen sollen“, sagt der Verwaltungschef. Er selbst ist oft auf seinem Fahrrad unterwegs – auch, wenn die Fahrt zum Arbeitsplatz auch mal länger dauern kann, eben durch besagte Kommunikation, die nicht stattfinden würde, wenn er mit dem Auto unterwegs wäre. Übrigens: E-Fahrräder sind ebenfalls erlaubt, zählen in der Wertung genauso mit. „Viele, die das nehmen, würden sonst vielleicht nicht mehr fahren, das ist wichtig im Alter“, weiß Petersen.

Ob es eine Abschlussveranstaltung in diesem Jahr gibt und wo diese wenn stattfindet, ist noch völlig offen. Eine Option könnte der Pferdemarkt sein, geplant ist aber bislang noch nichts. Generell ist die Lage aber auch noch entspannt, sagen Rieß und Jacobs. Sie haben aber viele Anfragen. Jacobs will wieder Sponsoren gewinnen, die das Stadtradeln entweder finanziell oder mit Sachpreisen unterstützen, im vergangenen Jahr hatte sie zehn Sponsoren zusammen. Denn das Ganze soll ja auch seinen Wettbewerbscharakter behalten – denn am Ende winken Preise, zum Beispiel für das größte Team oder das mit den meisten Kilometern. Wer zum Stadtradeln noch weitere Informationen benötigt, kann sich dazu bei Rieß melden (04261/ 71104).

ANMELDUNGEN

Wer sich über das Internet anmelden möchte, kann dies unter www.stadtradeln.de erledigen. Wahlweise kann auch ein Formular im Info-Büro der Stadt abgeholt, ausgefüllt und dort wieder abgegeben werden. Eine Smartphone-App steht zur Verfügung, über die sich die gefahrenen Kilometer sammeln und eintragen lassen.

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