Heimatverein weiht neu erbauten Lehmofen ein / Brot gibt es erst nach dem vollständigen Trocknen

Butterkuchenbacken ohne Schalter

Junghandwerker und geladene Gäste weihten den Lehmbackofen ein – Brot und Butterkuchen folgen. ·
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Junghandwerker und geladene Gäste weihten den Lehmbackofen ein – Brot und Butterkuchen folgen. ·

Scheessel - Anfeuern – sonst am Wochenende nur am Rand des Fussballfelds praktiziert – galt diese Devise ausnahmsweise auch auf dem Gelände des Heimathauses. Zahlreiche Mitglieder des Heimatvereins und geladene Vertreter von Gemeinde, Beekscheepers und der Original Scheeßeler Trachtengruppe hatten sich eingefunden, um den wieder aufgebauten Lehmofen einzuweihen.

Der im geselligen Beisammensein genossene Butterkuchen und das Brot stammten jedoch noch nicht aus dem „neuen alten“ Ofen – auch nach einigen Wochen Anheizen hätten die mehreren Schichten aus Schamottsteinen, Lehm und Ziegeln von insgesamt 25 Zentimeter Dicke die Hitze nicht vertragen.

So blieb es bei Grußworten, dem Pflanzen eines „Scheeßeler Bunten“-Apfelbaums und einer Ansprache der Vorsitzenden des Heimatvereins Christine Behrens. Sie würdigte die Arbeit der „Junghandwerker“, die das nach fast 50 Jahren rissige ursprüngliche Modell durch ein neues ersetzt hatten.

In einer Bilddokumentation erinnerten Jochen Beckmann und Projektleiter Ernst-August Kröger bei Kaffee und Kuchen an die verschiedenen Phasen, vom Abbau des Dachs und Abriss der alten Konstruktion bis zum Bau eine Schalung für die neue.

Bei dieser Gelegenheit erinnerte Behrens an die Geschichte des Backhauses, das 1965 die erste Erweiterung auf dem Gelände darstellte: „Damals hatte ich als Schneiderin in Burg Stemmen zu tun, wo ich die Maße für ein Brautkleid abnehmen sollte. Meinen Mann habe ich, wie damals üblich, weggeschickt – als ich fertig war, hatte er sich vom Bauern das Backhaus, das eigentlich abgerissen werden sollte, gesichert.“

Beim Nachbau habe sie zunächst ihre Zweifel gehabt, „ob die Junghandwerker das packen“. Doch das taten die Pensionäre, und die stellvertretende Bürgermeisterin Renate Bassen freute sich in ihrem Grußwort, dass die Pflege alter Traditionen auf dem Heimatgelände durch das Engagement von Christine Behrens und ihren Mitstreitern lebendig gehalten würde: „Beim Butterkuchenbacken im Kinderferienprogramm wundern die Kinder sich manchmal, dass der Ofen ohne einen Schalter angeht.“ · hey

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