Schwarz-weiß Version des Stadtwappens verändert / „Alleingang von Strehse“

Bürgermeisterin schickt Johannes zum Friseur

Der Strehse-Johannes nach Friseurtermin. ·

Visselhoevede - Von Jens WietersVISSELHÖVEDE · So richtig hat es niemand mitbekommen, aber wer alte Briefe und Schreiben der Visselhöveder Stadtverwaltung mit neuen vergleicht und dabei genau hinschaut, der wird feststellen, dass sich das Wappen oben im Kopf der Blätter optisch reichlich verändert hat. Aber wer hat Johannes, den Täufer zum Friseur geschickt? „Ich“, sagt Bürgermeisterin Franka Strehse (SPD).

„Die Inhalte des Wappens waren auf Schriftstücken und Kopien kaum noch zu erkennen“, sagt die Bürgermeisterin. Durch fortwährendes Kopieren und Scannen habe das Johannes-Haupt eher Ähnlichkeit mit „einem geplatzten Kissen gehabt“ und die „grau-schwarze Fläche“ sei einem städtischen Schreiben nicht angemessen gewesen. „Darum habe ich die Druckvorlage von einem Fachbetrieb verfeinern lassen. Es wurde lediglich ein paar Schatten und auch die Stirnfalten herausgenommen“, steht die Bürgermeisterin zu der Schönheits-Operation der besonderen Art auf den schwarz-weiß Schreiben und Vorlagen der Stadt. „Denn das Wappen in Farbe und auch das mit Gold, das auf offiziellen Urkunden vergeben wird, bleibt so wie es ist.“

Dass sie die Öffentlichkeit und auch die politischen Gremien wie zum Beispiel den Ausschuss für Kultur nicht darüber informiert hat, dass Johannes jetzt ein wenig jünger aussieht, hat Strehse ganz bewusst gemacht. „Ich bewege mich ganz klar im Rahmen des Ortsrechts.“ Und das beschreibe im Paragrafen 2, dass das Wappen der Stadt einen Silberschild mit einem schwarzen Nagelspitzkreuz, belegt mit einer goldenen Schüssel, darin das Haupt Johannes, des Täufers beinhalte. „Und nichts anderes sieht man jetzt“, so Strehse. Da gebe es in der Stadt ganz andere Fälle und verweist auf den Feuerwehr-Johannes.

Für Eckhard Langanke (CDU), Mitglied im Kulturausschuss ist der „eigenwillige Alleingang der Bürgermeisterin“ bei der Veränderung eines hoheitlichen Stadtwappens eine „unerträgliche Missachtung des Rates“. Wie auch bei der Aberkennung des Titels Erholungsort habe die Verwaltungsspitze am Rat und den Ausschüssen vorbei agiert.

Strehse nimmt die Kritik gelassen: „Ich wundere mich, dass es den Politikern jetzt aufgefallen ist, schließlich verwenden wir das Wappen schon Monate.“

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