Sachverständiger legt Bericht zum Eisdielen-Unfall vor

Keine technischen Mängel am Unfallauto

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Die Trauer in Bremervörde ist groß.

Bremervörde - Von Michael Krüger. Das betreffe auch die Bremsen des Wagens, der am Sonntagabend in die Eisdiele „Pinocchio“ gekracht war. Ein zwei Jahre alter Junge und ein 65-Jähriger kamen dabei ums Leben.

Die 59 Jahre Verursacherin des Unfalls liegt verletzt in einem Stader Krankenhaus und möchte sich derzeit vor der Polizei nicht äußern. Sie lässt sich anwaltlich vertreten. Die Staatsanwaltschaft Stade hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Als Beschuldigte muss sie sich dann nicht äußern.

Am Donnerstag sollte eigentlich das Ergebnis der Blutuntersuchung da sein, bislang traf es jedoch nicht ein. Die Polizei geht davon aus, dass es aufgrund des Poststreiks bei der Übersendung der Probe zu Verzögerungen kommt. Am Mittwoch wurde der Frau eine Haarprobe entnommen, die Aufschluss über mögliche Medikamenteneinnahme geben soll.

Nachdem am Dienstag bekannt geworden war, dass die 59-Jährige, bevor sie mit ihrem Auto in die Eisdiele gerast war, bereits an einer anderen Kreuzung einem Radfahrer die Vorfahrt genommen hatte, steht die Polizei mit diesem Zeugen nun in Kontakt. Eventuell könne er weitere Angaben zum Fahrverhalten der Frau machen, heißt es. Auch werden weitere Zeugen gesucht, die vor oder bei dem Unfall Beobachtungen gemacht haben. Technische Probleme am Unfallwagen scheiden als Ursache für die Eisdielen-Tragödie von Bremervörde aus. Das teilt die Polizei in Rotenburg mit. „Der vorläufige Bericht sagt aus, dass es keine gravierenden Mängel gab, die unfallverursächlich sein könnten“, so Polizeisprecher Heiner van der Werp.

Tragischer Unfall in Bremervörde

Am Donnerstagabend ist die St. Liboriuskirche in Bremervörde ab 18 Uhr für stille Gebete im Gedenken an die Opfer geöffnet, ab 19.30 Uhr findet eine Andacht statt. In Bevern lädt die Kirchengemeinde zwischen 18 und 20 Uhr zum stillen Gedenken ein, mit der Möglichkeit, Kerzen für die Opfer anzuzünden.

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