Nach Unfall in Bremervörde mit zwei Toten und neun Verletzten: Befragung der Fahrerin noch nicht möglich

Polizei auf der Suche nach der Ursache

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Der Mercedes im Schaufenster der Eisdiele.

Bremervörde - Nach dem schweren Verkehrsunfall am Sonntagnachmittag in Bremervörde mit zwei Toten und neun zum Teil schwer verletzten Personen sind die genauen Umstände noch nicht geklärt.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Bremervörder Polizei war die 59-jährige Fahrerin eines Mercedes Kombi aus der Region gegen 17.30 Uhr auf der Ludwigstraße in Richtung Neue Straße unterwegs. Doch anstatt an der Einmündung abzubiegen, fuhr die Frau ungebremst geradeaus in ein gut besuchtes Eiscafé. Der Kombi durchbrach das Fenster und kam erst im Gebäude zum Stehen. Dabei erfasste der Wagen mehrere Personen. Ein zweijähriges Kleinkind und ein 65-jähriger Rentner aus dem Bereich Bremervörde sind bei dem Aufprall gestorben. Die Mutter des Kleinkindes liegt mit lebensgefährlichen Verletzungen in einem Hamburger Krankenhaus.

Tragischer Unfall in Bremervörde

Die Fahrerin des Mercedes verletzte sich schwer und musste von den Rettungskräften aus dem Fahrzeug befreit werden. Sie wurde in ein Stader Krankenhaus gebracht und konnte zu dem Vorfall noch nicht befragt werden. „Routinemäßig wird die Verursacherin auf Drogen- und Alkoholkonsum überprüft“, erklärte Polizeisprecher Heiner van der Werp. Bisher gebe es noch keine Erkenntnisse, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Die Polizei hofft, durch Zeugenaussagen weiteren Aufschluss zum Hergang zu erfahren. Ein Gutachterteam setzte Markierungen und erstellte eine computerunterstütze maßstabsgetreue Skizze vom Unfallort.

Die Polizei ließ den Bereich der Unfallstelle für mehrere Stunden großräumig für den Verkehr sperren. Mehr als 60 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren und zahlreiche Helfer des Roten Kreuzes aus dem gesamten Nordkreis waren bei den Rettungsarbeiten im Einsatz. Ein Großaufgebot an Notfallseelsorgern betreute nicht nur Unfallbeteiligte und -zeugen, sondern auch die Einsatzkräfte, denen sich ein schreckliches Bild bot. Nachdem Spezialisten der Polizei und ein Gutachterteam alle Spuren aufgenommen hatten, wurde das Unfallfahrzeug am späten Abend aus den Trümmern gezogen. Gegen 22.30 Uhr war die Eisdiele gesichert und die Sperrung der Straße aufgehoben.

Tragischer Unfall in Bremervörde

Van der Werp berichtete auch von einer „unschönen Randerscheingung“: Es kam zu Rangeleien zwischen Schaulustigen und Polizei, bei denen zwei Beamte leicht verletzt wurden.

go

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