Jury „erstaunt über meine Interpretationen“

Stefan Lauterbach beim Deutschen Rock- und Pop-Preis zehnfach prämiert

Stefan Lauterbach bekam unter anderem einen Preis für sein Album „Songs from the Jungle“.

Bremervörde - Von Thomas Schmidt. Der Bremervörder Musiker Stefan Lauterbach ist beim 35. Wettbewerb um den Deutschen Rock- und Pop-Preis in zehn Preiskategorien prämiert worden. Im Alleingang produzierte er im Heimstudio in Bremervörde sein 70-minütiges Werk „Songs from the Jungle“. 

Für dieses Album, aber auch für seinen Popsong „The way of the world“ und die Trance-Nummer „Falcon’s Flight“ wurde er ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand in Siegen statt – organisiert vom Deutschen Rock- und Pop-Musikerverband (DRMV).

Bereits vor einem Jahr war Stefan Lauterbach mit einer Video-Produktion für das Projekt „The Traffic Jams“ beim Deutschen Rock- und Pop-Preis mit dem Song „New York City Lights“ erfolgreich. Doch in diesem Jahr konnte er die Jury gleich zehnfach überzeugen. 

„Vielfältig und außergewöhnlich einfallsreich“

In der Kategorie „Percussion“ holte er den ersten Preis. Zweite beziehungsweise dritte Preise bekam Lauterbach in den Kategorien bestes Instrumentalalbum, beste Filmmusik, beste Tranceband, bester Elektronik-Interpret, bester englischsprachiger Song, beste Komposition, bestes Cover und beste „Inlaycard“ sowie bestes Arrangement,

„Die Jury zeigte sich besonders erstaunt und beeindruckt, wie vielfältig und außergewöhnlich einfallsreich ich meine Werke in den unterschiedlichsten Musikrichtungen interpretiere“, freut sich Lauterbach über die Anerkennung. Als er dann auch noch den Preis in der Kategorie „Cover und Inlaycard“ erhielt, bescheinigten ihm die Juroren, dass es offenbar nichts gebe, „was dieser Mann nicht selbst macht“.

Ungezählte Stunden an Rechner und Instrumenten

Hinter den Preisen stecken ungezählte Stunden am Rechner und natürlich an vielen Instrumenten: „Viele, viele Spuren“ hat der Bremervörder für sein Album eingespielt, erzählt er. Doch auch als Instrumentalist konnte der Musiker und Komponist die Jury überzeugen: An zwei Synthies, zwei elektrischen, einer sechssaitigen und einer zwölfsaitigen Westerngitarre, einer Konzert- und einer Flamencogitarre hat Lauterbach seine musikalischen Inspirationen zum Thema „Dschungel“ verwirklicht.

Um sein komplexes Sounduniversum zu schaffen, erzeugte der Musiker „jede Menge Synthieklänge“ und die Sounds klassischer Instrumente von Geige bis Oboe und Klarinette.

Besonders stolz ist er darauf, dass er „wie immer, keine vorgefertigten Sound- oder Rhythmusmuster“ verwendet hat. „Alles ist selbst eingespielt, bis auf die kleinste Note. Besonders die Percussion war anstrengende Arbeit, deshalb ist der erste Preis dafür auch eine außerordentliche Freude, zumal auch vier Schlagzeuger in der Jury saßen“, betont Lauterbach.

„Einziges Kriterium ist der künstlerische Anspruch“

In Siegen wurden zum 35. Mal insgesamt über 125 „Deutsche Rock- und Pop-Preise“ der verschiedensten musikalischen Kategorien an Nachwuchsmusikgruppen, Nachwuchseinzelkünstler sowie zum ersten Mal durch eine Fachjury ausgewählte professionelle Musikgruppen und Einzelkünstler mit Tonträgervertrag verliehen.

So sollen laut Veranstalter Nachwuchskünstler so unterschiedlicher Stile wie Rock, Pop, Country, Hard und Heavy, Weltmusik, Reggae, Funk und Soul gewürdigt werden. „Einziges Kriterium ist dabei der künstlerische Anspruch. In ihrer kulturellen und künstlerischen Ausrichtung steht diese Kulturveranstaltung damit im bewussten Gegensatz zu bisherigen Veranstaltungszeremonien von den vielen Industriepreisen und TV-Anstalten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Rock- und Popmusikerverbandes.

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