40 Freiwillige von DRK-Verbänden aus dem Landkreis Rotenburg helfen in Flüchtlingsunterkunft in Schwanewede

Helfer an der Grenze der Belastbarkeit

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Ein Teil der Helfer des DRK in Schwanewede.

Bremervörde - Von Stephan Jeschke. Seit zwei Wochen betreibt der Kreisverband Bremervörde des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gemeinsam mit dem Wesermünder und Osterholzer DRK eine Notunterkunft für 1200 Flüchtlinge in der ehemaligen Lützow-Kaserne in Schwanewede. Kreisgeschäftsführer Rolf Eckhoff und Präsident Frank Pingel ziehen den Hut vor der Leistung der ehren- und hauptamtlich tätigen Mitarbeiter. Das betonten die Rotkreuz-Repräsentanten in Anwesenheit des Präsidenten des DRK-Bundesverbandes, Rudolf Seiters. Pingel war gemeinsam mit Stellvertreterin Ines Wacker vor Ort, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Pingel: „Was dort innerhalb kürzester Zeit an Infrastruktur geschaffen wurde, beeindruckt mich sehr und zeugt von einer hohen Verantwortungsbereitschaft aller Beteiligten.“

In Spitzenzeiten waren es gleichzeitig zwischen 30 und 40 Freiwillige aus den DRK-Bereitschaften Bremervörde, Gnarrenburg, Tarmstedt und Zeven, die gemeinsam mit weiteren 100 Helfern aus gut 20 niedersächsischen DRK-Kreisverbänden mit anpackten, um die Liegenschaft des Bundes mit Starthilfe des DRK-Landesverbandes für die Flüchtlinge bezugsfertig zu machen. Diese stammen überwiegend aus Syrien.

Während Pingels Besuch traf eine weitere Gruppe Flüchtlinge ein. Pingel sagte, geradezu rührend hätten sich die freiwillig Tätigen um die überwiegend jungen Familien gekümmert. Bei der im Schichtsystem durchgeführten Essensausgabe in der Kantine half Pingel tatkräftig mit.

Auch vor diesem Hintergrund läuft die landesweite Suche nach Fachpersonal – überwiegend für die Betreuung und Beratung der Flüchtlinge – auf Hochtouren. Bremervördes DRK-Kreisgeschäftsführer Rolf Eckhoff spricht von bis zu 40 Stellen, die zunächst bis Mai kommenden Jahres befristet zu besetzen seien.

Der für die kommenden Wochen vorgesehene Übergang vom ehrenamtlichen in einen hauptamtlichen Betrieb stellt für Pingel den nächsten Kraftakt dar, der hoffentlich ohne Reibungsverluste vollzogen werden könne. Eckhoff: „Wenn nicht das Rote Kreuz in der Lage ist, eine solche Aufgabe zu meistern, wer dann? Aber beim Aufbau der erforderlichen Strukturen sind unsere Helfer genau wie auch unsere bislang hauptamtlich eingesetzten Mitarbeiter an die äußerste noch zu verantwortende Grenze ihrer Belastbarkeit gelangt.“

bz

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