Nach Zerstörung in Worth

WWH wirbt für ein „grünes Band“ in Hemsbünde

Carolin Muschter hofft auf viele Mitbürger, die Bäume pflanzen.

Hemsbünde - Ein „grünes Band für die Gemeinde Hemsbünde“, das fördert die Wählergemeinschaft Wasserdörfer Hemsbünde (WWH) bereits seit 17 Jahren. „Die sogenannte Baumpatenschaft gibt seit knapp zehn Jahren die Möglichkeit, auf den Grünstreifen der Gemeinde mit Obstbäume zu pflanzen, wenn der Pate sich bereit erklärt, die Bäume zu pflegen“, erklärt WWH-Sprecherin Carolin Muschter, die betont, dass das Thema gerade jetzt aktueller denn je sei.

Denn an der Straße In den Wöhren in Worth haben Unbekannte in der vergangenen Woche zwei Obstbäume abgeknickt, nachdem vorher der Stamm ein Stück weit angesägt worden war. Die Gemeinde Hemsbünde hat Anzeige erstattet.

„Obstbäume sind eine Seltenheit geworden im Landschaftsbild, früher gab es sie überall auf Dorfangern und an den Wegen. Die Blüten der Obstbäume sind nicht nur die ersten Frühjahrsboten, sondern bieten ein Insektenhotel mit Vollpension. Denn die zurzeit so beliebten Insektenhotel-Kästen haben eben kein Nahrungsangebot für Vögel, Bienen und sonstige Insekten“, so Muschter, die auf diesem Wege für das grüne Band werben will.

Eine solche Urkunde gibt es, wenn man Baumpate wird.

Die Obstbäume würden nicht nur der Tierwelt helfen, sondern brächten auch dem Paten einen Gewinn: „Äpfel, Pflaumen und Kirschen sind ein nettes Geschenk der Bäume an ihre Paten im Herbst. Gerade die alten Sorten sind robust und eignen sich gut für die Straßenränder.“

So ein Baum sei bereits für 20 Euro zu haben. Als Flachwurzler störten die Bäume auch keine Leitungen in der Erde. Kinder können lernen, dass Obst an Bäumen wächst und wie sich die Bäume über die Jahre entwickeln. „Die WWH hat deshalb vor vielen Jahren den Antrag auf solche Patenschaften in den Rat gebracht, die Verwaltung hat dann die Urkunde entworfen. Als Anregung diente die Kirschallee in Wensebrock.“

Aber da alles nichts nützt, wenn man selbst nicht mitmacht, hat die Familie Muschter drei Obstbäume mit der Patenschaft vor dem Grundstück gepflanzt und gepflegt. „Ein Knubbel-Kirschbaum, ein Pflaumen- und ein Apfelbaum blühen nacheinander und geben so über mehrere Wochen ein Frühlingsbild und Nahrung für unzählige Lebewesen“, so die Wortherin.

Die Urkunden über die Baumpatenschaft können bei Bürgermeister Manfred Struck angefordert werden, so Muschter: „Je mehr Obstbäume auf den Gemeindestreifen blühen und wachsen, desto mehr tun wir alle etwas für unsere Umwelt, und das ohne großen Aufwand.“

jw

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