„Wir bauen etwas Gutes“

Reststoffbehandlungsanlage Bellen: Exxon will noch im November bauen

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Auf dem Bellener Betriebsplatz des Konzerns „ExxonMobil“ sind schon die Umrisse aufgezeichnet, wo die Tankwegen die geplante Reststoffbehandlungsanlage anfahren sollen.

Bellen - Von Jens Wieters. „Wir warten täglich auf den positiven Bescheid des Landesbergamts, dass wir sofort mit dem Bau der Reststoffbehandlungsanlage auf unserem Betriebsplatz bei Bellen starten können“, sagt Klaus Torp, Sprecher des Konzerns „ExxonMobil“.

Für die Auslastung der Anlage sollen bekanntlich Rückstände der Erdgasförderung aus einem Umkreis von maximal 60 Kilometer nach Bellen gebracht werden. Dabei handelt es sich nach Exxon-Angaben um Reinigungs- und Filtratwasser, feste Reststoffe und Bauteile von Wartungsarbeiten. Die Baugenehmigung hatte das Landesbergamt (LBEG) erteilt. Dagegen hatten die Samtgemeinde Bothel, die Gemeinde Brockel, der BUND sowie eine Gruppe von Anliegern mittels einer renommierten Anwaltskanzlei Widerspruch eingelegt.

Exxon wiederum hatte beim LBEG einen Antrag auf „sofortigen Vollzug“ gestellt. „Für diesen Antrag wollen wir vom Bergamt eine schnelle Entscheidung, denn noch im November soll mit dem Bau der Anlage begonnen werden“, sagt Torp. Auf Anfrage unserer Zeitung sagte das LBEG gestern hingegen, dass der Antrag zurzeit „immer noch geprüft“ werde.

Exxon-Sprecher Torp weiß, dass sich eventuell die Gerichte mit der Reststoffbehandlungsanlage beschäftigen müssen, wenn es zu einer Klage der Widerspruchsführer komme. Dann baue der Konzern auf eigenes Risiko, wenn Richter den Klägern schließlich recht geben würden. „Aber man muss es auch so sehen, dass wir Millionen Euro in eine Anlage investieren, die mit der eigentlichen Erdgasförderung nichts zu tun hat. Wir machen ja etwas Gutes und verbessern die Abläufe unserer Förderung“, betont Torp. 

Für ihn steht außer Frage, dass der Standort Bellen der richtige ist: „Dort wird das Gas produziert und dort sollte die Reinigungs- und Trennanlage auch gebaut werden. Ein St.-Florians-Prinzip wäre nicht fair. Das hatte im Übrigen auch Bothels Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle betont.“

Exxon sei im ständigen Kontakt mit den Gemeinden und den Anliegern, „und wir planen, die Anlage um zehn Meter Richtung Westen zu versetzen um einen räumlichen Abstand zu den Brunnen der gerade laufenden Grundwassersanierung zu bekommen“, klärt Torp auf. Der von Kritikern immer wieder beklagte mangelnde Brandschutz auf dem Gelände sei ihm zufolge bald kein Thema mehr: „Wir bekommen ein eigenes Löschfahrzeug, wir haben auf dem Platz eine gute ausgebildete Löschmannschaft, und es wird zurzeit an einem Konzept zur Rückhaltung des Löschwassers gearbeitet. Außerdem ist die Zusammenarbeit im Falle eines Falles mit den Kollegen der Dea garantiert.

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