Vorranggebiet bei Brockel

Windkraft: Dank Vertrag „Fuß in der Tür“

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Die bestehenden Windkraftanlagen aus Wensebrocker Sicht.

Bothel - Eine Fläche für Windkraftanlagen in der Gemeinde Brockel in unmittelbarer Nähe zur Gemarkung Bartelsdorf will die Samtgemeinde Bothel jetzt ausweisen. Dazu hat der Ausschuss für Planung und Umwelt während seiner vergangenen Sitzung einstimmig das 55. Verfahren zum Ändern des Flächennutzungsplanes empfohlen.

Damit kommt die Samtgemeinde 51 Flächeneigentümern entgegen, die die Zahl der Windkraftanlagen in Bartelsdorf in Richtung Brockel erweitern wollen. Im aktuellen Entwurf zum neu aufzustellenden Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) des Landkreises sieht die Rotenburger Verwaltung die Fläche zwischen Bartelsdorf und Brockel als Vorranggebiet für Windkraftanlagen.

„Die Flächeneigentümer haben sich für das Unternehmen Innogy als Anlagenbetreiber ausgesprochen“,so Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle. „Mit der Gemeinde Brockel haben wir einen städtebaulichen Vertrag verfasst. Darin ist geregelt, dass die Firma alle finanziellen Verpflichtungen übernimmt und die Samtgemeinde dem Betreiber erklärt, was sie wie gestaltet haben möchte.“

Planung erstmal auf Eis

Solange das neue Regionale Raumordnungsprogramm noch nicht die entsprechenden Gremien passiert habe, lägen die Planung sowieso erst einmal auf Eis. „Mit dem städtebaulichen Vertrag behalten wir aber einen Fuß in der Tür.“ Der Botheler Verwaltungschef betonte: „51 Eigentümer haben gegenüber der Firma außerdem durchgesetzt, eine Betreibergesellschaft zu gründen, die ihren Sitz in der Samtgemeinde hat und die damit auch Gewerbesteuern bei uns bezahlt.“ Damit die Anlagen in der Bevölkerung akzeptiert würden, sei in der Diskussion, die Bürger bei zwei Anlagen zu beteiligen.

Ausschussvorsitzende Gabriele Hornhardt (WSB) fand, dass sich das „sehr fair“ anhöre und ausgewogen erscheine. Sie appellierte aber, dass man genau im Auge behalten müsse, ob es bei der Planung der Windräder irgendwann mal einen Konflikt mit der Siedlungsentwicklung der Gemeinde Brockel geben könne.

Lothar Sause (CDU) ergänzte: „Wir im Gemeinderat Brockel haben die Thematik ebenfalls ausführlich behandelt und sie ist problemlos durchgegangen.“

woe

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