Ehrung

Für musikalische Verdienste: Brockeler Alfred Hoffmann bekommt Verdienstmedaille

Landrat Hermann Luttman (r.) gratuliert Alfred Hoffmann und seiner Frau Marianne zum Bundesverdienstorden.
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Landrat Hermann Luttman (r.) gratuliert Alfred Hoffmann und seiner Frau Marianne zum Bundesverdienstorden.

Brockel/Rotenburg – Die Spielmannszüge im Kreisschützenverband Rotenburg, die Kreischorverbände Rotenburg und Bremervörde, Jagdhornbläser und Posaunenkreisverband – viele der Genannten sind in der Kontaktstelle Musik vereinigt: Die Liste der Institutionen, denen Alfred Hoffmann im Laufe seiner mehr als 80 Lenze musikalisch wie organisatorisch unter die Arme gegriffen (und mitunter auch auf die Füße getreten) hat, ist lang. Davon zeugte am Mittwoch die Laudatio von Landrat Hermann Luttmann (CDU) anlässlich der Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens für den Brockeler.

Für den scheidenden Landrat war es beileibe nicht die erste Verleihung seiner Laufbahn im Kreishaus, werden doch durchschnittlich vier außergewöhnlich gesellschaftlich Engagierte pro Jahr mit Votum des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier dafür geehrt, „dass sie mehr tun, als sie müssen“. Aber seine letzte und eine besondere, mussten sich Luttmann und Hoffmann – wie mit so vielen Mitstreitern –über die Jahre zunächst „zusammenraufen“. Am Ende, so bescheinigte ihm sein Nachfolger als Vorsitzender der von Hoffmann mitgegründeten Kontaktstelle Musik Hartmut Leefers, „hieß es meistens: Weg egal, Ziel erreicht, wenn auch mal mit Beulen.“

Während viele Kontaktstellen landauf, landab als Anhängsel der jeweiligen Kreismusikschulen vor allem dazu gedient hätten, an Geldtöpfe zu kommen, hätten Hoffmann & Co. andere, tragfähigere Strukturen geschaffen: nämlich eine eigenständige Stelle als Brückenschlag zwischen Musikschule und Laienmusik. Auch für dieses Verdienst hatte Kontaktstellen-Vorstandsmitglied Christina Rotondo-Renken den heute 80-Jährigen vor zwei Jahren für die Auszeichnung vorgeschlagen. „Sein Engagement hier hat mir ebenso imponiert wie das für die Tschernobyl-Hilfe“, so die Mitstreiterin.

Kontaktstellen-Vorsitzender Hartmut Leefers (l.) gibt einen Abriss über das Schaffen seines Vorgängers im Amt und darüber hinaus.

Auch wenn die Kontaktstelle auch heute noch das wohl wichtigste „Baby“ des Ehrenvorsitzenden ist, für das er in seiner Rede einmal mehr eine Lanze brach, waren neben Familienmitgliedern noch eine ganze Reihe von Wegbegleitern mit musikalischen Schnittpunkten vertreten: aus den Zeiten des Spielmannszuges Brockel, dessen Leiter er von 1980 bis 1993 war, über Mitstreiter beim Landesmusikrat, Förderer der von ihm veranstalteten Konzerte bis zu Mitbegründern des Kreisjugendblasorchesters (heute Wümmphoniker), des Kreisspielleute-Orchesters und des Kreischores. Davon, dass der langjährige Kreismusikleiter im Landkreis Rotenburg als streitbarer Geist mitunter durchaus kontroverse Meinungen vertrat und auch vor Konfrontationen nicht zurückscheute, zeugte so manche von ihm selbst zum Besten gegebene Anekdote.

Auch in seinen letzten Dankesworten an seine Mitstreiter und Familie, insbesondere Ehefrau Marianne, konnte „Ekel Alfred“, so der liebevoll-respektvolle Spitzname, nicht umhin, einige Spitzen zu verteilen und weiteres Einmischen zu versprechen. „Gut so“, kommentierte sein langjähriger Mitstreiter Jürgen Rudolf, „sonst wäre das nicht unser Alfred“. Mit einer musikalischen Hommage wurde Hoffmann bei der Rückkehr ins heimische Brockel überrascht: Dort hatten sich um die 20 Spielleute unterschiedlicher Vereinigungen zusammengefunden, um sich mit Polkas und Märschen vor einem verdienten Vorreiter zu verneigen.

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