Wasserdruck-Dialog in Süderwalsede

Plan soll im Sommer stehen

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Der Wasserdruck in Süderwalsede macht zuweilen Ärger.

Süderwalsede - Von Matthias Röhrs. „Ein wichtiger Abend“ so waren sich die Beteiligten am Ende einig. Der Wasserversorgungsverband Rotenburg-Land (WVV) mit dem Geschäftsführer Volker Meyer hatte den Dialog mit den Einwohnern Süderwalsedes gesucht, nach dem Mitglieder der Feuerwehr auf den geringen Druck in den Wasserleitungen aufmerksam gemacht haben. Dabei kam eine Diskussion heraus, die stellenweise emotional wirkte, bei der aber alle auf eine gemeinsame Lösung aus waren. Und die wurde in großen Teilen erzielt.

Die Anwesenden einigten sich darauf, dass der WVV in den kommenden Wochen in Süderwalsede genaue Messungen durchführt. Im Sommer wolle man dann entscheiden, welche Maßnahmen konkret ergriffen werden können. Diese könnten eine zweite Leitung oder ein Pumpwerk sein. Die teuerste Variante koste dabei bis zu 500000 Euro, so Meyer.

Zudem stellte er bei der Versammlung eine vorgezogene Sanierung der einzigen Hauptleitung nach Süderwalsede – die von Kirchwalsede aus zum Ort führt – in Aussicht. Diese hätte turnusgemäß erst in einigen Jahren auf dem Plan des WVV gestanden.

Meyer klärte zu Beginn die Ursachen. So liege das Dorf vergleichsweise hoch, daher gehe beim Pumpen Druck verloren. Hinzu komme, dass Süderwalsede am Rand des Verbandsgebiets liege und es nur die eine Hauptleitung dorthin gebe. Einen Zusammenhang mit der gestiegenen Anzahl von Nutztieren wollte er auf Nachfrage eines Anwohners nicht ausschließen. Zudem könne eine unsachgemäße Nutzung der Leitungen, die Rohre zusätzlich belasten.

Für die Trinkwasserversorgung liegt der Wasserdruck in Süderwalsede im rechtlich einwandfreien Bereich, stellte Meyer klar. Ein Anspruch auf Löschwasser über die Trinkwasserleitungen sei nicht in der Verantwortung des WVV. Auch Bothels Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle betonte immer wieder, dass man in Punkto Versorgung mit Löschwasser „Gast auf dem Netz“ sei.

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