Waldspiele für die Viertklässler aus der Samtgemeinde Bothel im Trochel

Rätselraten im Märchenwald

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Rund 80 Viertklässler begaben sich auf die Waldexpedition im Trocheler Forst.

Brockel - Von Susanne Hastedt. Der Trocheler Forst ist in seiner Geschichte, Größe und Vielfalt ein wahres Eldorado für Natur-Entdecker. Wo einst um 1220 die Ritter Friedrich und Heinrich Trochle zu Pferde unterwegs waren, begaben sich etwa 80 Viertklässler aus Hemslingen, Kirchwalsede, Bothel und Brockel mit Fahrrädern auf eine aufregende Wald-Expedition.

An 18 von Lehrern, Hegering-Mitarbeitern und vielen freiwilligen Helfern betreuten Stationen sammelten die einzelnen Gruppen mit Wissen und Geschicklichkeit Punkte. Schmecken, riechen, fühlen, hören, beobachten – die Tour war nebenbei ein richtiges „Fest für die Sinne“.

Das Abenteuer für die Kinder begann früh morgens damit, dass sie sich von ihrer Schule aus mit ihrem Fahrrad in Richtung Trocheler Forst aufmachten. So hatten die Gruppen bereits eine beachtliche Wegstrecke hinter sich gebracht, bevor es zu Fuß auf verschlungenen Waldpfaden weiterging.

Zwei „Leonies“ aus der 4b waren ebenfalls unterwegs und sammelten fleißig Punkte. Ihnen gefiel die Station „Märchenecke“ besonders gut, denn dort ging es darum, Märchen zu erraten, die den Kindern in Kurzform vorgelesen wurden. An der Station „Waldsäfte erkennen“ durften sie verschiedene Säfte probieren und erraten.

Mit dem Aufgabenzettel ging es weiter zur nächsten Station. Beim „Umweltfrevel“ mussten die Gruppen herausbekommen, welche „Umweltsünde“ im Wald passiert war. Eine leichte Übung, die zuvor an der Station verteilten Papier- und Zigarettenkippen zu entdecken und auch das aufgedrehte Radio als Lärmquelle auszumachen.

„Wir möchten den Kindern den Wald als besonders interessanten und schützenswerten Raum näher bringen“, erläutert Susanne Schumann, Schulleiterin der Grundschule am Trochel Bothel/Brockel. Im Sachkunde-Unterricht hätten die Viertklässler bereits viel über Umweltschutz erfahren.

So gab es einen Extrapunkt dafür, das Bonbon-Papier zu zeigen, das noch von der erhaltenen Süßigkeit an der Station „Märchenecke“ übrig geblieben sein musste. Punktabzug für diejenigen, die es unterwegs „verloren“ hatten.

Ausgestopfte Waldtiere waren an weiteren Stationen zu erraten: Fuchs, Dachs und Steinmarder waren dabei. „Besonders schwierig war es für die Kinder, an meiner Station die Geweihe zu bestimmen“, berichtete Björn Lässig vom Hegering Brockel. „Die Felle waren kein Problem“. Auf besonders eindrucksvolle und lebendige Tiere trafen die Waldforscher dann beim Halt „Jagdhunde“ und „Vögel“. Rolf Musick betreute die Station mit den Greifvögeln als Vertreter der Jägerschaft und stellte den Kindern seinen Wanderfalken „Meske“ und den Habicht „Terzel“ vor.

„Was hörst Du?“ war an der Station von Hegering-Leiter Olaf Lüdemann die Frage. Dort erfuhren die Viertklässler, dass das Waldhorn viel mehr ist, als „nur“ ein Musikinstrument. Im Wald funktioniere es wie eine Art „Waldtelefon“, mit dem bestimmte Signale an die Kollegen weitergegeben werden könnten.

Gegen Mittag trafen sich alle Waldläufer schließlich an der Jagdhütte zur Auswertung ihrer Aufgabenzettel. Dabei wurde schnell klar, dass keine eindeutige Siegergruppe ermittelt werden konnte. Der Spaß stand im Vordergrund.

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