Kirchwalseder Rat gibt Geld für schnelles Internet / Geschwindigkeitstrichter an Ortseingängen

Vollgas und Tempolimit

Weit vor zwei Kirchwalseder Ortseingängen soll das Tempo der Autos auf 70 Stundenkilometer reduziert werden. - Foto: Leeske

Kirchwalsede - Der Gemeinderat Kirchwalsede hat den Ausbau der Breitbandinternetverbindung beschlossen. Damit gibt die Gemeinde Vollgas, was die Schnelligkeit des Internets in ihrer ländlich geprägten Region betrifft. Für alle Haushalte soll ein Anschluss mit der Glasfasertechnik geschaffen werden, die eine Mindestgeschwindigkeit von 50 Mbit/s möglich macht. Hintergrund für diesen Ratsbeschluss ist der positive Förderbescheid, den der Landkreis Rotenburg für den Internetausbau im ländlichen Gebiet erhielt. Dadurch muss Kirchwalsede von den prognostizierten Gesamtkosten in Höhe von 608 000 Euro nur noch 160 000 Euro selber tragen. „Das ist immer noch viel Geld, aber für die Lebensqualität unserer Gemeinde ist diese Investition sehr wichtig“, sagte Bürgermeisterin Ursula Hoppe (CDU(. Außerdem sei eine anteilige Zahlung der Kosten erst im Jahre 2019 und in zwei Raten möglich. Zurzeit sei die Mehrzahl der Haushalte im gesamten Gemeindegebiet noch mit einer Downloadrate von deutlich unter 50 Mbit/s angeschlossen, was ein riesiger Nachteil gegenüber anderen Orten im Landkreis Rotenburg sei, besonders wenn es um das Werben für neue Einwohner gehe.

Weiter werde das Kabel durch eine neue Schlitztechnik direkt im Erdreich verlegt und das kostenintensive Aufgraben entfalle. Die Beeinträchtigungen für die Anwohner während der Baumaßnahmen seien dadurch sehr gering. Diese können sich laut Bürgermeisterin Hoppe auf der Basis der Freiwilligkeit an den Kosten beteiligen. „Wenn sich ein Einwohner so sehr über das schnelle Internet freut, kann er dies gerne durch eine Kostenbeteiligung ausdrücken“, so Hoppe.

Weiter werde die Hightech- Infrastruktur für alle Anbieter bereitgestellt und welcher dann letztendlich den Kunden Angebote unterbreitet, müsse abgewartet werden. „Für die reine Infrastruktur gab es leider kein Angebot der Industrie, darum bin ich sehr froh, dass wir dieses Problem für unsere Einwohner lösen konnten“, sagte Hoppe.

Hätte die Gemeinde Kirchwalsede den Ausbau nicht beschlossen, würde der Landkreis ebenfalls größere Schwierigkeiten mit dem Zuschlag für den Förderantrag bekommen, da die komplette Gebietskulisse geändert wäre. Durch die vielen involvierten Gemeinden war der Gemeinderat im Grunde unter einem Zugzwang.

Beim Straßenverkehr will der Gemeinderat eher auf die Bremse treten und erwägt, zwei Tempo-70-Bereiche vor den Ortseingängen Bullenseestraße und aus Richtung Süderwalsede zu beantragen. Außerdem ergab die Verkehrsschau, dass das Ortsschild rund 100 Meter in Richtung Süderwalsede versetzt werden kann, weil dort mit einer Scheune noch eine weitere Bebauung vorhanden ist. Mehrere schwere Unfälle an den Ortseingängen machen diese Maßnahmen notwendig. - lee

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