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Volker Behr ist Vize im Botheler Rathaus

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Von: Judith Tausendfreund

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Volker Behr.
Volker Behr. © Tausendfreund

Kaum jemand kennt sich im Verwaltungsrecht so aus wie Bothels Rathaus-Vize Volker Behr.

Bothel – Bauamtsleiter Volker Behr (42), der 2018 seinen Einstieg in die Verwaltung der Samtgemeinde Bothel gefunden hatte, ist der neue Vize hinter Bürgermeister Dirk Eberle. Aber wer ist eigentlich der Allgemeine Vertreter? Behr verfügt über viel Verwaltungserfahrung: Vier Jahre war er in der Samtgemeinde Ostheide aktiv, 2006 begann er als Mitarbeiter im Bauamt der Stadtverwaltung in Schneverdingen mit dem nächsten Schritt und fünf Jahre später zog es ihn zur Samtgemeinde Fintel.

„Er hat wirklich viel Erfahrung, auch in unterschiedlichen Positionen“, erklärt Dirk Eberle. Diese Erfahrung sei für ihn auch der Grund gewesen, Volker Behr als seinen Stellvertreter vorzuschlagen. In diese Funktion muss Behr aber die inhaltlichen Grenzen seines Aufgabengebiets als Bauamtsleiter verlassen. Dabei erlebt er auch in dieser Funktion schon einige Herausforderungen. „Es ist wirklich sehr vielseitig“, erklärt er. Beispielsweise der Umbau der Wiedau-Schule sei eine spannende Aufgabe gewesen. Auch das Feuerwehrhaus in Westerwalsede, der Ausbau der Kläranlage, die Turnhalle, der Parkplatz vor dem Rathaus seien Projekte der vergangenen Monate gewesen. Bei vielen Projekte gelte es nicht nur, stets alle Zahlen und alle beauftragten Firmen im Blick zu haben. „Auch Kommunikation ist ein wichtiges Thema“, weiß Eberle. Er schätze es sehr, dass Behr eben wisse, wie man Befürchtungen ausräume und Probleme proaktiv angehen könne.

„Beispielsweise das Beitragsrecht ist ja immer wieder so ein streitbares Thema“, erklärt er. „Es gab hier eine Besonderheit, im Grunde war das eine Altlast“, berichten beide. „Da gab es bei den Anwohnern viel Unmut und ich hatte und habe für beide Seiten Verständnis“, so Behr. Jetzt sei man endlich damit fast durch, eine letzte Endabrechnung fehle noch.

Vor allem wenn er sich in Projekte juristisch reinknien könne, mache ihm die Arbeit noch einmal doppelt so viel Spaß. Auch Eberle schätzt das: „Dieses komplexe verwaltungsrechtliche Wissen, da profitieren wir als Kommune enorm“, betont er.

Im Bauamt soll in Zukunft auch die elektronische Aufbereitung für alle Vergabevorgänge angesiedelt werden, die Mannschaft soll wachsen. Und da das Team auch ausreichend Platz zum Arbeiten braucht, liegt im Grunde schon das nächste Projekt auf dem Schreibtisch von Behr: „Das Rathaus platzt aus allen Nähten“, gibt er zu. Also soll der Ratssaal zunächst provisorisch verkleinert werden, um Platz zu schaffen. Dann soll ein Anbau kommen, später wird das Provisorium wieder zurückgebaut. Dann ist da aber auch noch der Ganztagesanspruch der Grundschulen, die Digitalisierung der Schulen, das Thema Klimaschutz, auch hier wird noch ein weiterer Mitarbeiter eingestellt.

In seiner Freizeit genießt Behr, der übrigens seit einigen Jahren auch in Bothel wohnt, die Möglichkeit, selbst Strecken mit dem Fahrrad zurückzulegen. Und dann ist da noch die Musik: Behr spielt zum Ausgleich des Berufsalltags Schlagzeug im Bereich der Blasmusik.  

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