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Projekte in den Dörfern der Samtgemeinde Bothel

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Von: Judith Tausendfreund

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Die Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Bothel haben im neuen Jahr viel vor. So soll zum Beispiel in Brockel die Windmühle „Anneliese“ saniert werden.
Die Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Bothel haben im neuen Jahr viel vor. So soll zum Beispiel in Brockel die Windmühle „Anneliese“ saniert werden. © JTB

Die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Bothel haben im noch jungen Jahr eine Menge vor in ihren Dörfern. Dabei spielt das Energieproblem eine große Rolle.

Bothel – Das Konstrukt einer Samtgemeinde lässt die kommunale Selbstverwaltung der Mitgliedsgemeinden in einem großen Rahmen zu, sodass auch in den Dörfern der Samtgemeinde Bothel einige Projekte im neuen Jahr anstehen. Wir haben uns mal in den sechs Mitgliedsgemeinden umgehört.

Brockel: „Die Gemeinde ist immer recht aktiv für ihre Bürger“, weiß Bürgermeister Rolf Lüdemann (CDU). So soll nun endlich das Baugebiet Pastorenkamp in Angriff genommen werden, die Samtgemeinde müsse noch den Flächennutzungsplan auf den Weg bringen. Die Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplans, verbunden mit dem Antrag auf eine Flächennutzungsplanänderung, wurde im Dezember vom Gemeinderat beschlossen. „Ich hoffe, dass die Samtgemeinde nun kurzfristig agieren kann“, so Lüdemann. Weiterhin soll der Friedhof zu einem Garten der Kommunikation umgestaltet werden. Und auch das Thema Dorfentwicklungsplanung wird angeschoben: Schon am 2. Februar will sich das entsprechende Kompetenzteam zusammensetzen.

Rolf Lüdemann
Rolf Lüdemann © -

Die Vereine der Gemeinde werden ebenfalls im kommenden Jahr Investitionen vornehmen. Der Mühlenverein will 230 000 Euro für die Sanierung der Mühle in die Hand nehmen, der TC Wiedau wird 145 000 Euro in einen Padel-Platz investieren. Die Gemeinde, aber auch der Landkreis und der Landessportbund beteiligen sich ebenfalls an den geplanten Projekten. Der TuS Brockel wird 18 000 Euro für die Umstellung der Flutlichtanlage auf LED ausgeben, die Gemeinde wird 4 000 Euro der Kosten übernehmen.

Im Brockeler Fokus steht auch der Bau eines Feuerwehrhauses. Zwar ist die Samtgemeinde für den Brandschutz zuständig, aber die Gemeinde Brockel stellt das Grundstück im Wert von 200 000 Euro kostenfrei zur Verfügung. „Es wird keinen Anbau an das bestehende Feuerwehrhaus geben, denn das ist zu nahe an den Sportvereinen gelegen. Darum kommt der Neubau“, stellt Lüdemann klar.

Kirchwalsede: In Kirchwalsede kennt Bürgermeister Friedrich Lüning (BLM) zwar schon die Pläne für das neue Jahr, öffentlich machen will er sie allerdings noch nicht. „Wir müssen uns noch etwas sortieren“, erklärt er.

Friedrich Lüning
Friedrich Lüning © -

Denn mit dem Neubau des Kindergartens habe die Gemeinde insgesamt viel Geld ausgegeben, weitere Projekte seien zwar geplant, aber eben noch nicht reif für eine Veröffentlichung. Eines steht jedoch schon fest: Am 13. Mai wird ein Tag des offenen Kindergartens stattfinden.

Hemslingen: In der Gemeinde Hemslingen stehen die Weichen momentan auch eher auf der Position Warten. „Es liegt aktuell nichts Besonderes an“, so Bürgermeister Hans-Hinnerk Meyer (CDU). Zwar haben man sich mit Photovoltaik-Projekten und auch dem Thema Schwimmbad auseinandergesetzt und im Grunde würden diese Themen auf der Agenda stehen. „Doch aktuell werden wir da noch ausgebremst“, so der Bürgermeister.

Hans-Hinnerk Meyer
Hans-Hinnerk Meyer © -

Mit den vom Landkreis für die Kommunen kalkulierten Strompreisen könne die Gemeinde das Schwimmbad nicht öffnen. Noch sei aber nichts spruchreif „Wir werden die Energiepolitik beobachten“, so sein Credo. Weiter voranschreiten werde allerdings das Baugebiet am Nelsonweg, dort würden Bodenproben genommen und die Planung soll weiter voranschreiten.

Westerwalsede: Ein neues Baugebiet wurde auch in der Gemeinde Westerwalsede auf den Weg gebracht. Das Gebiet „Vor dem Hansmoor“ wurde noch Ende 2022 beschlossen. „15 bis 16 Bauplätze sollen entstehen“, so Bürgermeister Jochen Hestermann (CDU). Zwar sei Bauen aktuell aufgrund der gestiegenen Zinsen nicht ganz so attraktiv, dennoch sei der Beschluss nun schon einmal da. Für das Baugebiet „Zum Königreich“ in Süderwalsede steht der Satzungsbeschluss an, auch hier liegt eine Entscheidung des Rats vor.

Jochen Hestermann
Jochen Hestermann © -

Aufgrund der gestiegenen Energiekosten lasse der aktuelle Haushalt der Gemeinde keine großen Sprünge zu, so Hestermann weiter. Daher werde 2023 eher für kleinere Verschönerungen genutzt. Das 2022 nicht genutzte Geld für die Attraktivitätssteigerung der Kinderspielplätze werde jetzt ausgegeben. Auch einige kleinere Sanierungsmaßnahmen im Straßenbau und Wegebau werden in diesem Jahr angegangen.

• Bothel: Erika Schmidt (SPD), Bürgermeisterin in Bothel, blickt gern auf die nächsten Monate: „Da wir einen komplett neuen Rat haben und alle so motiviert sind, können wir viel bewegen.“ Sie persönlich hofft, dass das Dorfentwicklungskonzept mit Ideen gefüttert wird. „Wir haben viele Möglichkeiten zur Kofinanzierung“, weiß Schmidt. Vor der Pandemie seien viele Ideen bereits angestoßen worden, die seien aber durch die virtuellen Treffen eher ins Stocken geraten. „Ich hoffe, dass wir jetzt neu starten“, so Schmidt.

Erika Schmidt
Erika Schmidt © -

Vor allem die Umgestaltung des Freibads stehe auf ihrer Wunschliste. Aber trotz der Fördermöglichkeiten würden bei einer Realisierung zu große Summen bei der Gemeinde hängen bleiben. Schmidt würde gerne auch das Bürgerhaus attraktiver gestalten. „Das gut 40 Jahre alte Gebäude kann einige Verbesserungen vertragen.“ Um dort die Ratssitzungen stattfinden zu lassen, müsste zum Beispiel ein Beamer installiert werden. Ein weiteres Thema kommt wohl auch auf die Gemeinde zu: Der erst vor vier Jahren gebaute Kindergarten ist zu klein. Wie eine Lösung aussehen kann, steht noch nicht fest. „Meine Vision für 2023 ist es, dass viele interessierte Bürger aus Bothel sich engagieren, um gemeinsam den Ort nach vorne zu bringen.“

Hemsbünde: In den Wasserdörfern stehen vor allem bauliche und technische Veränderungen an: Hemsbündes Bürgermeister Ludger Brinker (CDU) benennt die generelle Umstellung der Straßenbeleuchtung und des Kindergartens auf LED als großes Projekt.

Ludger Brinker
Ludger Brinker © -

Im Dorfgemeinschaftshaus Hastedt/Worth werden die sanitären Anlagen endlich auf Vordermann gebracht. Dabei wird auch ein Behinderten-WC integriert. Weiterhin wird die Außenfassade des Kindergartens neu gebaut, weil es dort zu Feuchtigkeitsschäden gekommen war.

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