Teilabriss und Sanierung wäre teuer / Ratsmitglieder diskutieren weitere Möglichkeiten

Viele Optionen für alten Kindergarten in Bothel

Für den alten Kindergarten in Bothel sucht die Gemeinde nach einer anderen Nutzung.
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Für den alten Kindergarten in Bothel sucht die Gemeinde nach einer anderen Nutzung.

Bothel – Was mit der Brandruine des ehemaligen Botheler Kindergartens gegenüber dem Rathaus geschieht, ist immer noch offen. Während der jüngsten Sitzung konnte sich der Gemeinderat Bothel zu keinem Beschluss durchringen und verwies das Thema in den Fachausschuss.

Planerin Katrin Sause hatte dem Gemeinderat eine mögliche Umnutzung vorgestellt, wonach der stark brandgeschädigte Teil des Kindergartens abgerissen und der gut erhaltene Altbau durch bauliche Veränderungen genutzt werden könnte. Nach Vorstellungen von Bürgermeister Heinz Meyer könnte die Polizei in den vorderen Teil einziehen und der hintere Bereich für den Bauhof der Gemeinde Bothel hergerichtet werden. „Der Bauhof braucht dringend Räume“, betonte Meyer.

Nach Angaben der Planerin kostet der Teilabriss 52 000 Euro und die Sanierung einschließlich eines Umbaus geschätzt 410 000 Euro. Bei den Kosten orientierte sich Sause nach dem Raumbedarf einer Polizeistation, die drei Büros benötigt, und dem zusätzlichen Raumbedarf des Bauhofes. Als die Planerin die Summen nannten, mussten so manche Ratsmitglieder erst einmal schlucken. „Wenn die Polizei dort reingeht, zahlt sie den ortsüblichen Mietpreis“, ergänzte der Bürgermeister.

Hermann Dodenhoff (CDU) hatte allerdings noch einen Einwand: „Was passiert denn, wenn die Polizei dort nicht einziehen möchte?“ Bevor die Gemeinde eine Baumaßnahme beschließe, müsste sie mit der Polizei eine Regelung treffen, antwortete Meyer darauf. Den Raumzuwachs für den Bauhof befürwortete Dodenhoff (CDU). „Ich finde es gut, dass der Bauhof neue Räume erhält. Doch die Kosten empfinde ich als sehr hoch. Vielleicht kann der Bauhof bei den Umbauarbeiten helfen?“, schlug der Ratsherr vor. Die Idee nahm der Bürgermeister mit auf: „Eigenleistungen kann die Gemeinde gerne erbringen.“ Alleine die Sanierung des Teilbereichs, der den Bauhof betreffen würde, bezifferte Planerin Sause auf rund 200 000 Euro.

Der stellvertretende Bürgermeister Michael Meyer-Diercks (CDU) regte eine andere Idee an. „Die Gemeinde sollte prüfen, welche Möglichkeiten wir noch haben. Vielleicht sollten wir den alten Kindergarten einfach wegschieben und stattdessen für den Bauhof neu bauen. Darüber sollten wir nachdenken und schauen, ob die Maßnahme vielleicht günstiger wäre“, befand er.

Oder doch etwas anderes? „Wir könnten an der Stelle doch auch Parkplätze errichten“, warf Carmen Wachtmann (CDU) eine weitere Option in den Raum. „Der alte Kindergarten ist ein attraktiver Standort. Ich kann mir auch eine andere Nutzung vorstellen“, merkte Erika Schmidt (SPD) jedoch an. Hermann Dodenhoff (CDU) stellte fest: „Die Verwaltung muss erst einmal klären, ob die Polizei in den alten Kindergarten wirklich rein will.“ Derzeit habe sich die Behörde noch nicht konkret geäußert. „Dann vertagen wir das Thema und verweisen die Angelegenheit in den Fachausschuss“, schlug Carmen Wachtmann (CDU) vor. Dieser Entschluss wurde schließlich auch gefasst. woe

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